FF Garze stabile Struktur, verlässliche Erfolge
Garze/Karze. Ortsbrandmeister Thorsten Meyer konnte am Abend der Hauptversammlung noch nicht ahnen, dass sich etliche bereits einen Tag später (am Samstag) in Kaarßen bei einem Einsatz wieder sehen würden. Von der Versammlung ging insgesamt ein gutes Signal für die Garzer aus. Der Mitgliederstand ist stabil geblieben und die Fördermitglieder sorgen nach wie vor mit für den reibungslosen (finanziellen) Ablauf des dienstlichen und gesellschaftlichen Feuerwehrlebens im Ort. Bürgermeister Jens Böther, Stadtbrandmeister Henning Banse und die neue Vorsitzende des Feuerschutz- und Katastrophenausschusses Urte Schwaberau waren als Gäste anwesend.
Nachdem sich die Anwesenden bei einem Imbiss gestärkt hatten, kamen die einzelnen Gruppen mit ihren zum Teil beeindruckenden Berichten zu Wort. Der Ortsbrandmeister trug die dienstlichen Ereignisse vor, in denen sich die Aus- und Weiterbildung sowie die Einsätze widerspiegeln. Auch hier war der Januar 2011 geprägt vom Hochwasser und den Einsätzen an der Sandfront in Alt Garge und Alt Wendischthun. Bildlich gut vorstellbar beschrieb er die Situation in Alt Wendischthun, als der neue Deich schleichend (von kurzer Strecke auf weite Wege) durchnässte und der Untergrund sich für die Einsatzkräfte anfühlte, als gingen sie auf Pudding. Deichabschnitte und Teile des Deichverteidigungsweges mussten mit Matten und Sandsäcken daran gehindert werden zu wandern. Das war zwar eine Überraschung, aber letztendlich erfolgreich. Es ging jedoch auch etwas gemäßigter zu, als zum Beispiel ausgebüxte Pferde einzufangen waren. Der Brandschutz am Schulzentrum Nindorfer Moorweg und diverse Lehrgänge und Übungen (auch Alarmübungen) zogen sich durch das Feuerwehrjahr. Besonderes Augenmerk wurde auf die immer zahlreicher werdenden PV-Anlagen (Fotovoltaik) gelegt, weil bei Löscharbeiten im Brandfall besondere Vorsicht geboten ist.
Die Atemschutzgeräteträger hatten einen Einsatz und 12 Übungen (auch im Belastungsraum Lüneburg) abzuarbeiten. Im Brandgewöhnungskontainer geht es mit echtem Feuer zur Sache.
Die Gefahrgutgruppe hatte 2011 keine Einsätze, hielt sich aber mit 6 Übungsdienste auf dem laufenden. Die starke Wettkampfgruppe unter der Leitung von Lars Steckelberg (9 Mitglieder) heimste wieder beeindruckend viele Preise ein.
Bei einem Platzierungsdurchschnitt von 2,31 gab es 8 Mal den ersten Platz, 3 Mal den zweiten Platz und nur zwei Wettkämpfe wurden unter „ferner liefen“ beendet. Als Preise lockten nicht nur (aber auch) Pokale. Sechs Pokale wurden in Form von Ess- und Trinkbarem ergänzt, die nicht geputzt sondern verputzt wurden.
Über die Jugendfeuerwehr gab es ebenfalls etliche Aktivitäten zu berichten. Mit 11 Jugendlichen sind zwar derzeit Nachwuchssorgen nicht akut, aber Neumitglieder sind immer herzlich willkommen.
Die Jugendlichen haben ebenfalls bereits diverse Wettkämpfe bestritten, sie spielen allerdings noch in einer anderen Liga. Dort wird der Ehrgeiz mindestens genau so groß geschrieben, wie in der Wettkampfgruppe, aber die Aufgaben sind altersgemäß noch etwas einfacher zu lösen. Aber gefordert wird auch von den unter 15-Jährigen einiges, wenn sie denn nach Preisen Ausschau halten. In verschiedenen regionalen Orientierungsmärschen wurden schon Anforderungen an die Gruppe gestellt, weil die Gruppe nur so stark ist, wenn sich alle ins Zeug legen. Neben den klassischen Prüfungen zur Jugendflamme bot 2011 noch ein besonderes Erlebnis: Mit der gesamten Stadtjugendfeuerwehr wurde die Aktion „LZ Blätterwald“ unterstützt, die 8.000 Laubbaumsetzlinge für die Entstehung eines neuen Mischwaldgebietes ausgepflanzt haben. Aus Garze waren 6 Jugendliche und zwei Betreuer.
In Grußworten von Jens Böther und Henning Banse kam deutlich der Respekt und die Wertschätzung der Feuerwehrarbeit zum Ausdruck.
Die Fahrzeugausstattung mit Digitalfunk soll bis Ende 2012 abgeschlossen sein.
Geehrt wurde Heinrich Beneke für 50 Jahre Mitgliedschaft, Wilhelm Dierks für 40 Jahre und Hans Wilhelm Eilmann für 25 Jahre. Ina Deetz bekam die Leistungsspange in Gold und die Wettkampfgruppe als Kreissieger die Wettkampfspange in Bronze. -EZ-Redaktion/ebz-

