Eis fand sich nur auf den Pfützen
Neu Darchau. Na, so ganz überraschend war das Ergebnis nicht, dass Franz von Rautenkranz dem Eisrat am (höher gelegenen) Fähranleger in Neu Darchau verkünden konnte.
Von Rautenkranz überquerte mit der Tanja bei eisigen Temperaturen die Elbe, ohne einer Eisscholle zu begegnen. Der in Neu Darchau angetretene Eisrat, traditionell in Schwarz gekleidet mit Zylinder und weißem Schal, rief die Frage der ankommenden Fähre entgegen: „Franz, wat mokt die Elv“? Und von Rautenkranz antwortete: „de Elv geiht“.
Um diese Feststellung zu erleben, hatten sich bereits zu dieser Zeit etwa 70 Paten eingefunden. Im Laufe des Tages kamen immer mehr nach Darchau, denn immerhin hat die Patengemeinde erneut kräftig zugelegt. Statt der 215 Paten wie im vergangenen Jahr hatten jetzt zwischen dem 1. Advent und Sylvester 2011 schon 268 Paten in die Glaskugel geschaut, um den Zustand der Elbe am 28. Januar 2012 vorherzusagen.
Aus der Idee der Eiswette hat sich inzwischen eine Art Volksfest entwickelt - mit gemeinsamen Essen, viel Musik und künstlerischen Darbietungen. Wann die letzten Eispaten sich auf den Heimweg gemacht haben, wurde der Redaktion nicht verraten. -EZ-Redaktion/ebz-

