03.02.2012

Ein Gesamtkonzept ist gefragt

Freundlich, aber zu klein: Der Schulhof des Gymnasiums Bleckede braucht eine Erweiterung.

Freundlich, aber zu klein: Der Schulhof des Gymnasiums Bleckede braucht eine Erweiterung.

Lkr. Lüneburg. Dreizügig war es geplant, zurzeit  läuft es vierzügig. Das Gymnasium Bleckede ist ausgelastet. Rund 800 Schüler wird die Schule im nächsten Schuljahr beherbergen und deshalb ist die Erweiterung des Pausenhofes dringend erforderlich. Bereits im Juni 2011 stellte die CDU/Unabhängige-Fraktion deshalb einen entsprechenden Antrag mit dem Vorschlag, den PKW-Parkplatz vor der Schule für diesen Zweck aufzulösen.

Um sich vor Ort ein Bild machen zu können, traf sich der Ausschuss für Hochbau und Energiesparmaßnahmen deshalb am Dienstag nicht wie gewohnt in den Räumen des Landkreises in Lüneburg, sondern mit den Schulleitern in Bleckede.

Rolf Parlow, Leiter der Realschule, führte die Ausschussmitglieder über das Areal und erläuterte die Situation. „Bei allem, was bedacht wird, möchte ich vor allem eine Einzäunung des Geländes empfehlen“, betonte er und begründete: „Das Gelände des gesamten Schulzentrums ist groß und offen. Das lädt geradezu dazu ein, mit dem Moped über die Wege zu kurven oder den Weg zum Jugendzentrum abzukürzen.“ Beschädigungen aller Art, viele leere Alkoholflaschen und sonstiger Müll sind die Folgen. „Man hat den Eindruck, dass das hier am Wochenende die Partymeile von Bleckede ist“, ergänzte Birgit Neumann (SPD), die lange Jahre im Förderverein des Schulzentrums mitwirkte.

Nach dem Rundgang hatte der Vorsitzende Heiko Dörbaum (SPD) eine lebhafte Diskussion zum Thema zu leiten. Dabei ging es sowohl um die Erweiterung als auch um die eventuelle Einfriedung des Geländes.

Einig war man sich darüber, den Parkplatz nicht aufzulösen. Stattdessen reifte die Überlegung,  den Graben, der wohl auch symbolisch trennenden Charakter zwischen Gymnasium und restlichem Schulzentrum hat, zu verrohren und zuzuschütten. Mit der Verrohrung konnten sich die Ausschussmitglieder anfreunden, mit einer Entfernung des Grünstreifens am Graben allerdings nicht. „Die Büsche und Bäume bremsen den Wind“, so Meinhard Perschel (CDU) und auch andere Mitglieder sprachen sich für eine Beibehaltung des Grüns als belebenden Faktor aus.

Im Laufe der Diskussion kristallisierte sich heraus, dass das Gelände des gesamten Schulzentrums eigentlich groß genug ist, dass es nur dadurch, dass viel angebaut wurde in den vergangenen Jahren, nicht mehr günstig aufgeteilt ist. So sind die Spielgeräte teilweise unvorteilhaft positioniert und auch die terrassenartige Tribüne – vormals am Rande gelegen, nun mittendrin – nimmt viel Platz weg.

Was die Einzäunung des Geländes angeht, so betonte Birte Schellmann (FDP), dass hinter einem offenen Schulgelände auch eine spezielle Philosophie stehe und dass es vielleicht ein guter Kompromiss sei, „nur an kritischen Punkten einen Zaun zu setzen“. Für eine Umfriedung sprach sich auch Peter Rowohlt (SPD) aus: „Eine Einzäunung gegen Vandalismus wäre zudem auch ein Zeichen an die Versicherung, um evtl. bald wieder bessere Konditionen aushandeln zu können.“

Achim Gründel (SPD) formulierte schließlich den Kompromissvorschlag, „das Schulzentrum selbst nach Ideen und Gedanken zu fragen. Diese können gesammelt und dann sukzessive umgesetzt werden“. So entschied sich der Ausschuss, zunächst ein Gesamtkonzept zu entwickeln und dieses dann, vor allem aus finanziellen Gründen, stufenweise umzusetzen, denn allein eine vollständige Einfriedung des Geländes würde rund 70.000 Euro kosten, Begrünung noch nicht inbegriffen. -EZ-Redaktion/stb-

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