25.05.2010

Die GNS sagt Nein!

Diese Anlage wurde nach Auskunft der GNS von Langenbergen nach Gorleben geliefert und dort eingelagert. Eine Verwendung, so der Pressesprecher der GNS, wurde nicht in Betracht gezogen.

Diese Anlage wurde nach Auskunft der GNS von Langenbergen nach Gorleben geliefert und dort eingelagert. Eine Verwendung, so der Pressesprecher der GNS, wurde nicht in Betracht gezogen.

Bleckede/Essen. Im Gespräch mit der GNS (Gesellschaft für Nuklear-Service mbH) gab Michael Köbl, der Pressesprecher der Gesellschaft aus Essen der Elbmarsch-Post die Informationen, dass die Anlage nicht für die Bohrlochendlagerung konditionierter Brennelemente nach Gorleben transportiert wurde. Er bestätigte, dass es sich bei der Anlage um die Versuchsanlage aus Langenbergen handelte, die per Schiff nach Tießau und weiter nach Gorleben transportiert wurde. Den nächtlichen Transport begründete er damit, dass die Größe der Anlage mit einem Schwertransporter es erforderlich machte, über Nacht transportiert zu werden, da tagsüber der Verkehr zu sehr behindert würde.

Die Anlage, so der Sprecher, wurde in Langenbergen abgebaut, da das Gebäude abgerissen werde, und die Anlage wurde in einer Lagerhalle der GNS eingelagert. Die Anlage sei nie mit radioaktivem Material in Berührung gekommen und werde, auch wenn ein Endlager in Gorleben genehmigt werde, nie damit in Berührung kommen. Sie diente lediglich Versuchszwecken und sei zu wertvoll, um sie zu verschrotten. Gleichwohl wurde auch die Polluxanlage der 90er Jahre so eingelagert und nicht verschrottet. – EP-Redaktion/wh-

 

 

Röttgen entwickelt beängstigenden Mut zum Risiko

Hannover/Gorleben. Die Anlieferung eines Versuchsstandes für "behälterlose Bohrlochlagerung" in Gorleben macht erneut klar, dass man den Aussagen von Bundesumweltminister Röttgen zu Gorleben nicht trauen darf. "Sooft Herr Röttgen das auch beteuert hat: In Gorleben läuft nichts ergebnisoffen!", sagt Rebecca Harms, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europäischen Parlament.

Endlagerkonzeptionen würden nun doch schon vor Ende der geologischen Erkundung an den Salzstock angepasst. Das Konzept der behälterlosen Lagerung in Bohrlöchern weist auch darauf hin, dass der "Mut zum Risiko" im Umweltministerium beängstigende Ausmaße annehme. Ursprünglich sei den technischen Barrieren, nämlich den Lagerbehältern, eine große Bedeutung zugemessen worden. Nun setze man offensichtlich ganz auf die natürliche Barriere und allein das Salz und das schwache Deckgebirge sollen die Ausbreitung der Radioaktivität aus dem Endlager verhindern. "Ich halte das für verantwortungslos", sagt Harms. Die kleinen Alibigefechte des Umweltministers um Laufzeitenverlängerung könnten nicht verdecken, dass er in Gorleben am alten CDU-Kurs festhalte und der heiße Durchsetzung, komme, was wolle.

"Besonders erschreckt mich, dass die bedrohlichen Erfahrungen in der Asse Norbert Röttgen überhaupt nicht berühren, wenn es um Gorleben geht!" erklärt Harms und fordert den Minister erneut auf, endlich einen Besuch in Gorleben und dem Landkreis Lüchow-Dannenberg zu machen. Selbst Merkel habe als Umweltministerin unmittelbar vor einem Castor-Transport ihre Positionen vor Ort vertreten. –hm-

Nachrichten aus dem Landkreis Lüneburg und der Elbtalaue