08.12.2009

Wenn bereits ein Marienkäferhäuschen hilft

Bleckede. Heiteres Stimmengewirr von Schülern und Eltern, gemischt mit den Gesängen junger Mädchen und dem Duft nach Waffeln und Glühwein erfüllte am vergangenen Montag die Mensa des Bleckeder Schulzentrums.

Seit unzähligen Jahren gibt es bereits die Tradition der Realschule, kurz vor Weihnachten einen Basar für Eltern, Verwandte und Freunde zu veranstalten. Und auch in diesem Jahr hatten die Schülerinnen und Schüler wieder einiges vorbereitet, um diesen Brauch angemessen zu pflegen.

An den kunterbunten Ständen erwartete die Besucher eine Vielzahl selbstgemachter Dinge. Zum Beispiel verkaufte die Klasse 7A kleine Knusperhäuschen, am Stand gegenüber gab es selbstgebastelte Teelichter, daneben wurden Gestecke und Marienkäferhäuschen angeboten. Marienkäferhäuschen? „Darin können die Marienkäfer sich verkriechen und überwintern. Dann irren sie auch nicht mehr im Garten herum“, erklärten die Schüler der 8B, die die bunten Häuschen selbst gebaut hatten.

Für die passende Unterhaltung zu Kakao und Gebäck sorgten die Schüler unter anderem mit einer „Jumpstyle“-Vorführung oder dem Vorsingen englischer Weihnachtslieder. Eltern und Großeltern, die sich zum Teil extra für diese Veranstaltung frei genommen hatten, waren so stolz und verzückt, dass es auch niemanden störte, wenn der ein oder andere Ton nicht getroffen wurde.

Schüler, Lehrer und Gäste genossen sichtlich diesen gemeinsamen Nachmittag. Dabei war der Hintergrund der Veranstaltung weniger angenehm: „In Deutschland sterben jedes Jahr circa 400 Kinder“, hieß es auf einem von Schülern hergestellten Informationsplakat über das Kinder-Hospiz „Sternenbrücke“ in Hamburg, an das in diesem Jahr die Hälfte des Basar-Erlöses gespendet wird. Das Kinder-Hospiz „Sternenbrücke“ betreut und begleitet Familien für 4 Wochen im Jahr auf dem letzten Lebensweg ihrer unheilbar kranken Kinder im Sterbeprozess und ermöglicht ihnen somit immer wieder eine Entlastungs- und Erholungsphase. Um diese Betreuung weiterhin und ab dem nächsten Jahr auch für Jugendliche (bis 27 Jahren) anbieten zu können, ist das Hospiz auf Spenden angewiesen.

Dank der fleißigen Arbeit der Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern und der Spendenfreude der Besucher konnte die Realschule Bleckede die „Sternenbrücke“ ein wenig bei ihrer wertvollen Tätigkeit unterstützen. –EP-Redaktion/cb-

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