23.03.2010

Viele Fragezeichen vor Fusion

Der Vorsitzende des Bleckeder Kirchenkreistags, Henning Wedemeyer, Superintendent Christian Cordes, Pastor Stefan Giesel sowie Klaus Israel vom Kirchenkreisamt Lüneburg (v.l.)

Der Vorsitzende des Bleckeder Kirchenkreistags, Henning Wedemeyer, Superintendent Christian Cordes, Pastor Stefan Giesel sowie Klaus Israel vom Kirchenkreisamt Lüneburg (v.l.)

Neetze. Erstmalig nahm der neue Bleckeder Superintendent Christian Cordes vergangene Woche an einer Sitzung des Kirchenkreistags teil und stellte sich bei dieser Gelegenheit noch einmal vor. Seine Andacht zu Beginn der Sitzung leitete Cordes mit der Tageslosung des folgenden Tages - Donnerstag – ein: „Wer kann bestehen vor dem Herrn, diesem Heiligen Gott?“. Damit hielt sich der frisch gebackene Superintendent an seine Erklärung: „Wir wollen Kirche von Morgen sein, nicht Kirche von Gestern“, die er in den Wochen vor seiner Berufung mehrfach gegenüber der Presse geäußert hatte.

„Der Umzug ist vorbei, fast alle Kisten sind ausgepackt. Nun kann die Arbeit beginnen. Ich habe mir vorgenommen, nach und nach alle Mitarbeiter zu besuchen“, so Cordes, „damit wir uns besser kennenlernen.“ Zu der geplanten Kirchenkreis-Fusion sagte Cordes: „Wenn die Fusion schon beschlossen ist, dann sollten wir dafür sorgen, dass soviel Bleckede wie möglich bleibt und das Schild an der Superintendentur nach 2017 nicht wieder abgenommen werden muss.“ Die Gespräche zu diesem Thema seien noch lange nicht abgeschlossen, es gebe noch viele Fragen mit Hannover zu klären. Mitte April werde er sich in dieser Sache mit seiner Lüneburger Amtskollegin Christine Schmid treffen. „Wir alle können uns einen ‚Monsterkirchenkreis‘ mit über 90.000 Mitgliedern nicht vorstellen“, so der Superintendent, „auch wegen der großen Fläche und der damit verbundenen weiten Wege.“ Das wolle er den Mitarbeitern der hannoverschen Synode bei passender Gelegenheit einmal vor Augen führen. Cordes verbreitete Optimismus: „Ich hoffe auf eine gute und eine lange Zusammenarbeit“.

Der stellvertretende Superintendent Stefan Giesel berichtete aus den Gemeinden Neuhaus, Stapel, Tripkau/Kaarßen/Wehningen. Hier zeichne sich nach langem Hin und Her eine positive Entwicklung ab. Nachdem man sich entschieden habe, auch ein Pastorenpaar einzustellen, bewarben sich Renate und Matthias Schieferdecker aus Lüneburg (ehemals Michaelis-Kirche). Die Aufstellungspredigt des Pastorenehepaares ist für den 28. März in Neuhaus angesetzt. Wenn es keine Einwendungen gibt, könnte das Ehepaar Schieferdecker bereits am 5. April in Stapel in ihr neues Amt eingeführt werden. Der Kirchenkreistag votierte für eine entsprechende Änderung im Stellenplan, mit der 1,5 Stellen für die Dauer von viereinhalb Jahren im Amt Neuhaus festgelegt werden.

Pastor Bernhard Ullrich aus Tripkau wird Ende Mai in den Ruhestand gehen. „In dieser Zeit muss neu überlegt werden, wie es mit der Stellenplanung im Amt Neuhaus langfristig weitergehen kann“, so Giesel. Leider konnten die Probleme in der Kirchengemeinde Thomasburg/Reinstorf nicht aus dem Weg geräumt werden. Die amtierende Pastorin Manuela Luckow ist seit Mitte Februar für drei Monate beurlaubt. „Danach muss man weitersehen“, so Giesel.

Der Kirchenkreistag stimmte über eine Änderung in der Finanzsatzung, die die Stellenplanung betrifft, sowie über eine Neuregelung bei der Förderung von Konfirmandenfreizeiten ab. Bisher haben die Kirchengemeinden pro Konfirmand und Jahr 6,50 Euro bekommen, künftig sollen sie, auch um den Verwaltungsaufwand möglichst gering zu halten, eine Pauschale im Rahmen ihrer Grundzuweisungen bekommen. –EP-Redaktion/swr-

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