10.12.2009

Teure Umschau im Untergrund

Kristin Jethon, Michael Glüh, Christian Pahlow, Birgit Michaelis besprachen einige Probleme im Untergrund der Samtgemeinde

Kristin Jethon, Michael Glüh, Christian Pahlow, Birgit Michaelis besprachen einige Probleme im Untergrund der Samtgemeinde

Dahlenburg. Eine Kamerafahrt brachte an den Tag, was sonst gnädig von Straßen und Wegen verborgen wird, das unterirdische ‚Leben’ in den Kanälen. Die Bürger nehmen dieses Leben meist nur dann wahr, wenn es einen Rohrbruch oder Störungen in der Wasserversorgung gibt. Dass man mit dem zunehmend knapper werdenden Lebensmittel Wasser vorsichtig umgehen sollte, scheint klar, doch auch der sparsame Wasserverbrauch bringt paradoxerweise Probleme mit sich: Bei geringerem Verbrauch werden die noch anders ausgelegten Rohrleitungen nicht mehr gut genug gespült, es bilden sich Ablagerungen und Korrosion.

Aber der sparsame Umgang mit der Ressource Wasser ist natürlich nicht allein verantwortlich für die Zustände in Dahlenburgs Unterwelt. Wie marode die Abwasserleitungen nicht nur, aber ganz besonders in der Bahnhofstraße sind, kam durch eine Kamerafahrt durch das unterirdische Rohrnetz ans Licht. Scherben, Risse und Leitungsabsackungen erzwingen eine Totalsanierung, obwohl dafür eigentlich kein Geld vorhanden ist.

Einstimmig empfahl der Ausschuss den Vermögenshaushalt für 2010, in dem für die Sanierung des Rohrnetzes in der Bahnhofstraße 285.000 Euro eingestellt wurden, für die Entschlammung der Teichanlage Nahrendorf 50.000 Euro und für den Generalentwässerungsplan 40.000 Euro.

Die Zahlen im Verwaltungshaushalt, ebenfalls einstimmig empfohlen, werden sich gravierend dadurch verändern, dass die Abwasserbeseitigungsanlage in Nahrendorf ‚auf 0 gesetzt wird’ und dann alle Einnahmen und Ausgaben direkt über den SG-Haushalt abgerechnet werden.

Es werden künftig in jedem Jahr Sanierungskosten anfallen, da die Abwässer immer aggressiver werden. Die Druckwasserleitungen werden regelmäßig durchgespült, um Schäden durch Verstopfungen zu vermeiden. Und es gibt noch 460 Kleinkläranlagen, deren Fäkalschlamm beseitigt werden muss. –EP-Redaktion/ez

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