Stopp!! Nicht aufräumen!
Dahlenburg. Es werde Licht, besonderes und sich bewegendes Licht. So begann für den Kunstfleck und den Gründerverein „Kunstverein Region Dahlenburg e.V.“ das Jubiläumsjahr mit einem künstlerischen Neujahrsempfang und vielen Gästen. Seit 10 Jahren bereichert der Kunstverein mit unterschiedlichsten Künstlern, Künstlerinnen und Kunstdarbietungen die Lebensqualität in und um Dahlenburg.
Mit dem Programm „Lichtzeichen“ des vielseitigen Künstlers Ulrich Vogl kam erneut Erstaunliches in den Kunstfleck. Das Spiel (ein sehr komplexes und kompliziertes) mit Licht und Spiegelung, mit Bewegung und Ruhe verführt dazu, die zu sehenden Lichtreflexe zu ihrer Entstehung zurück verfolgen zu können. Es gelingt nicht in jedem Fall, aber die Faszination ist ungebrochen. Was dort auf dem Fußboden liegt (und natürlich bis zum Ende der Ausstellung liegen bleibt), scheint zufällig und ungeordnet. Glas und Spiegel (heil oder zerbrochen) werden durch Licht und Bewegung zu immer neuen und sich doch wiederholenden Mustern an die Wand geworfen.
Eine andere Installation scheint eine sich bewegenden Mondscheinlinie auf dem Wasser darzustellen, aber die Materialien sind starr.
Eine Wolke, die sich ständig verändert, ist ebenso so inspirierend wie erstaunlich. Wieder werden die Veränderungen, die als Bewegung wahrgenommen werden, nicht vom verwendeten Material erzeugt, sondern von der Bewegung, die im Raum ist und von den Gästen erzeugt wird.
Die Hintergründe des Künstlers Vogl wurden, nach einer Einführung von Christiane Kause, von Dr. Martin Steffen vom Kunstverein Neukölln erzählt. Ein Geheimnis der Wirkung der Vogl’schen Lichtzeichen besteht wohl darin, dass er die Vorstellungen der Betrachter seiner Werke in die Gestaltung mit einbezieht.
Diese Lichtzeichen können Sie noch bis zum 5. Februar 2012, jeweils samstags und sonntags 14 bis 18 Uhr im „Kunstfleck“, Lüneburger Straße 14, in Dahlenburg erfahren.
Im Sommer wird der Kunstverein ein Jubiläumsfest arrangieren, das sich nicht nur auf die Räume beschränkt, sondern die Straße vor dem Kunstfleck mit einbezieht. Sie dürfen neugierig bleiben! -EZ-Redaktion/ebz-

