Spitzeneishockey zum Jahresabschluss

Am letzten Freitag traf Jan Krambeer beim 3:1 Erfolg bei den Crocodiles Hamburg noch für den AEC. Am Freitag gegen Leipzig ist er gesperrt
Adendorf. Zum Abschluss des Eishockey-Jahres gibt es am Freitagabend um 20.00 Uhr noch einmal einen besonderen Leckerbissen im “heißesten Kühlhaus des Nordens“. Zum Viertelfinalrückspiel im Regionalliga Pokal erwarten die Adendorfer Heidschnucken die Blue Lions Leipzig aus der Regionalliga Ost.
Zwar muss man schon ein besonderer Optimist sein, wenn man an einen Sieg gegen die Sachsen glaubt, doch die Blue Lions von Trainer Zdenek Travnicek sind in jedem Fall einen Besuch im Adendorfer Eisstadion wert. Das Hinspiel gewann Leipzig deutlich mit 12:0 und wenn der Adendorfer EC ins Halbfinal der Sieger kommen möchte, müsste er diese Partie schon mit 13:0 für sich entscheiden. Doch auf den sportlichen Ausgang kommt es in dieser Partie gar nicht so sehr an. Die Leipziger Mannschaft spielt ein fantastisches Eishockey, welches im Team von ehemaligen DEL und Spielern der 2. Bundesliga zelebriert wird. Auch Adendorfs Stürmer Andrey Gorbenko war begeistert vom Hinspiel: „Es hat richtig Spaß gemacht gegen so eine gute Mannschaft zu spielen, auch wenn ich immer ohne den Puck gespielt habe.“
Ein besonderes Augenmerk können die Adendorfer Eishockeyfans auf drei Spieler der Blue Lions legen. Mit Jiri Mikesz, Jan Münster und Dennis Szygula stehen drei Akteure im Leipziger Kader, die auch mit Adendorf in Verbindung gebracht werden.
Dabei kristallisiert sich zunächst das Duell Vater gegen Sohn heraus, denn Adendorfs Trainer Lumir trägt nicht nur zufällig den gleichen Nachnamen wie der Leipzigs Stürmer, er ist auch sein Vater. Das wahrscheinlich interessanteste Vater-Sohn-Duell seit Darth Vader und Luke Skywalker bahnt sich an! Der Ausgang dieser Partie könnte ein erster Vorbote für die Stimmung unterm Weihnachtsbaum bei den Mikeszs sein.
Als zweites fällt im Kader der Blue Lions Dennis Szygula auf. Vor zwei Jahren noch hat Szygula die Adendorfer Fans als 16-jähriger Nachwuchsspieler begeistert. Nach einem Jahr in der DNL bei den Kölner Junghaien, ist Dennis nun bei den Blue Lions Leipzig untergekommen. Inzwischen mit einer Förderlizens von den Hamburg Freezers ausgestattet, war der überwiegende Grund für einen Wechsel nach Leipzig die professionellen Bedingungen mit mehrfachem täglichem Training.
Ebenso wie Szygula wurde Jan Münster in Lüneburg geboren und machte seine Übungen auf dem Adendorfer Eis. Leipzigs Torwart hat die größte Karriere aller Adendorfer Nachwuchsspieler gemacht. Bei den DEL Vereinen wie den Hannover Scorpions, Berlin Capital, Kassel Huskies und Augsburger Panther sowie den Zweitligisten Eisbären Regensburg, Landshut Cannibals und den Grizzly Adams Wolfsburg stand Münster schon unter Vertrag. Bevor er nun zu dieser Saison nach Sachsen wechselte spielte Jan Münster für Tigers Amsterdam in Hollands Ehrendivision. Nach zurzeit vier komplett absolvierten Ligaspielen in der Regionalliga Ost kann der 30-jährige Münster auf einen beeindruckenden Gegentorschnitt von nur 0,5 Toren pro Spiel bauen.
Wenn auch nicht aus Adendorf stammend so könnte zusätzlich der Auftritt von Andreas Felsch für Stimmung sorgen. Neben Adam Dewan von den Hannover Indians war Leipzigs Verteidiger Felsch in der letzten Saison der ‚böse Bube’ der Oberliga und entwickelte sich gerade in Partien gegen die Indianer als der ‚Lieblings-Gegenspieler’ der Hannoveraner Fans.
Auch wenn Adendorfer EC sportlich wohl nicht ganz mithalten kann, versprechen die Heidschnucken einen interessanten vorweihnachtlichen Eishockeyabend, an dem auch in diesem Jahr eine Tradition aufrecht erhalten wird: Unter allen Zuschauern, die an diesem Freitag eine Eintrittskarte an der Kasse erwerben, verlosen die Heidschnucken unterstützt vom AEC-Sponsor tejo Wohnwelten fünf Nordmann-Tannen. -fs-
