27.05.2010

Spaß an Bewegung in Gemeinschaft

Der Vorsitzende der Sportfreunde Reinstorf, Thomas Wywijas, begrüßte mit Erika Schulz das 100. Vereinsmitglied. Vom Vorstand gratulierten außerdem Schriftführer Malte Jahnke, Tanja Zips und Peter Moldenhauer (v.l.)

Der Vorsitzende der Sportfreunde Reinstorf, Thomas Wywijas, begrüßte mit Erika Schulz das 100. Vereinsmitglied. Vom Vorstand gratulierten außerdem Schriftführer Malte Jahnke, Tanja Zips und Peter Moldenhauer (v.l.)

Reinstorf. Ein kleiner Verein mit großem Angebot, das sind die ‚Sportfreunde Reinstorf e. V.’. Auf der Mitgliederversammlung des seit 2006 bestehenden Sportvereins konnte der Vorsitzende Thomas Wywijas letzte Woche das 100. Mitglied begrüßen. Die Mitglieder im Alter zwischen 3 und 83 Jahren kommen vorwiegend aus der Ostheide, davon viele direkt aus Reinstorf, einige aber auch aus Lüneburg. Die Förderung der sportlichen Aktivitäten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene lautet das vorrangige Ziel des Vereins. Ein weiteres Ziel lässt sich kurz mit ‚Förderung von Gemeinschaft’ zusammenfassen. So soll der Verein nicht nur dem Erhalt der Dorfgemeinschaft dienen, sondern auch die Gemeinschaft mit den Anwohnern in den Nachbardörfern fördern. Dazu wird ganz bewusst der Kontakt zu den anderen ortsansässigen Vereinen und Organisationen, wie etwa dem Schützenverein und der Feuerwehr gesucht.

Seit langem verfolgen die ‚Sportfreunde’ den Plan, im Ort einen Bolzplatz für Kinder und Jugendliche einzurichten, möglichst einen eingezäunten Platz, eventuell auf der Wiese am ‚Waldblick’. Darüber werden mit der Gemeinde bereits Gespräche geführt und nach einer Lösung gesucht. „Die Kinder sollen einen Ort haben, wo sie sich nachmittags ganz einfach mal treffen können, etwa zum Ball spielen“, erklärte der Vorsitzende Wywijas. In den Sommerferien machten die Sportfreunde mit den Kindern einen Ausflug nach Hamburg. Getreu dem Motto des Ausflugs ‚Öffentliche Verkehrsmittel’ wurde die Reise nicht mit Pkws, sondern ausschließlich mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln durchgeführt, mit dem Metronom, U-Bahn, Bus und auch mit der Fähre. Besonders spannend fanden die Kinder den Besuch bei der Wasserschutzpolizei im Hamburger Hafen. Der Vorsitzende berichtete weiter von dem Fußball- und Familienfest der Gemeinde Reinstorf, das im letzten Jahr von den ‚Sportfreunden’ organisiert wurde. Trotz des schlechten Wetters fand es großen Anklang in der Bevölkerung.

Das diesjährige Fußball- und Familienfest findet übrigens am 19. Juni in Holzen statt. Ein Angebot des Vereins nennt sich ‚Ballspiele für Kinder’. Zurzeit treffen sich 10 bis 15 Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 14 Jahren alle zwei Wochen am Mittwochnachmittag, um miteinander alte Ballsportarten, wie Brennball, Völkerball oder Faustball, zu spielen, sie werden dabei von Erwachsenen angeleitet und betreut. „Fußball wird bei uns nicht gespielt, das bieten ja schon alle anderen Sportvereine an“, sagte Peter Moldenhauer, einer der Betreuer und seit letzter Woche auch zweiter Vorsitzender des Vereins. „Es geht hier rein um den Spaß an Sport und Bewegung“, erklärte Wywijas, „und außerdem stärken die Spiele das Sozialverhalten der Kinder“.

Im Winterhalbjahr wird in der Sporthalle in Barendorf trainiert, im Sommer sind die Kinder der ‚Sportfreunde’ draußen auf dem Sportplatz und in Wald und Feld. Besondere Highlights des letzten Sommers waren ein ‚Mehrkampf’ und eine Waldrallye. Kurz vor Weihnachten wurde eine Nachtwanderung mit dem Thema ‚Fledermäuse’ durchgeführt.

Tatjana Zipf verlas den Bericht von Übungsleiterin Nadine Meyer-Urban, die nicht an der Versammlung teilnehmen konnte. Dienstags (20 bis 21 Uhr) und freitags (10 bis 11 Uhr) gibt es ein Angebot, das sich nicht nur an Frauen richtet, aber bislang nur von Frauen genutzt wird. Im Saal des Reinstorfer Gasthauses wird „nach Lust und Laune“ trainiert, Stepp-Aerobic, BBP (Bauch-Beine-Po) und auch Entspannungsübungen. Im Sommer unternahmen die Frauen einen Paddelausflug, im Winter eine Wanderung nach Horndorf. Eine weitere Aktivität der ‚Sportfreunde’ ist die traditionelle Fahrradtour im Frühjahr. 2009 nahmen daran 25 Personen teil, der jüngste Teilnehmer war 1 Jahr, der älteste 83 Jahre. Mitte September fand mit 60 Teilnehmern der erste ‚Jedermannlauf’ statt. Jung und alt liefen je nach Kondition Strecken von 6 und 10 Kilometern, die Kinder 1,5 oder 3 Kilometer, das Ganze ohne Zeitmessung und Wettbewerbsdruck. Am Ende winkte zur Stärkung ein großes Sportler-Büfett. Der 2. ‚Jedermannlauf’ fand an diesem Pfingstmontag statt. Übrigens bezahlen Erwachsene bei den ‚Sportfreunden’ 12 Euro Mitgliedsbeitrag jährlich, Kinder sind befreit. „Kinder sollen kein Geld dafür bezahlen müssen, dass sie Sport machen wollen“, sagte der Vorsitzende bestimmt. –EP-Redaktion/swr-

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