27.05.2010

Schützen schlugen Schienbeinbrecher

Fliegend, aber kein Wechsel – jeder Ball wurde heftig umkämpft.

Fliegend, aber kein Wechsel – jeder Ball wurde heftig umkämpft.

Nahrendorf. „Kein ganzes Spiel mehr, bitte ... „ – Bis zur Erschöpfung hatten sie sich in den Halbfinalspielen des Kleinfeld-Pfingstturniers im Nahrendorfer Waldstadion verausgabt, die Schützen aus Pommoissel und die Altherren des SV Göhrde. Die Pommoisseler erlebten gegen den ‚FC Schienbeinbrecher’ des Jugendzentrums Dahlenburg das Spiel auf ein Tor, auf ihr eigenes nämlich, und gingen mit einem schmeichelhaften 0:1 vom Platz. Und in einem munteren Spiel mit durchaus heiteren Zügen retteten die Jungschützen die Pommoisseler Ehre, indem sie die Göhrder Altherren nach einer beinahe ausgeglichenen Partie mit 2:1 in das ‚kleine Finale’ schossen.

Nun, im Spiel um den dritten Platz fehlte die Puste – man einigte sich auf eine schnelle und spektakuläre Form der Entscheidung: 11-Meter, nein, 7-Meter – einigen wir uns auf der Mitte – im 9-Meter-Schießen sollte die Entscheidung fallen. Jeder Spieler jeder Mannschaft hatte einen Schuss. Hat denn kein Pommoisseler Schütze den ‚magischen’ Zettel gelesen, der hinter dem Tor lag? So war es doch die größere Göhrder Reife, die den erfahrenen Spielern die nötige Nervenstärke verlieh, vor heimischem Publikum den Dritten zu retten.

 

Resonanz und Rahmenprogramm

Insgesamt zufrieden mit der Resonanz - wohl etwa 200 Zuschauer und Gäste waren über den Nachmittag verteilt ins Waldstadion gekommen - zeigten sich die ausrichtenden 1. Herren des SV Göhrde, der den gesamten Erlös der Veranstaltung der Jugendabteilung zugedacht hat. Die Turnierleitung hätte ein paar Mannschaften mehr verkraften können, doch das Wetter präsentierte sich durchwachsen, entsprechend herrschte ein ständiges Kommen und Gehen, besonders der Kuchen, gebacken von den Spielerfrauen, ging gut weg. Das galt auch für Fleisch und Würstchen, am Grill liebevoll betreut von Oliver Kann und Maik Bauch. Auf einer Spielstraße konnten die Kinder ihre Geschicklichkeit testen, sich in der Hüpfburg austoben und beim Lichtpunktschießen gewann Marcel Conrad den köstlichen Schokopokal in der ‚Nachwuchsklasse’ - da schien der Sieger bei den Großen, Frank Jonas, fast ein bisschen neidisch zu werden. Und weil es für die Jugend war, entschied sich Faustball-Trainer Ekhard Schenk, seinen flüssigen Gewinn in einer amerikanischen Versteigerung zu versilbern: Er hatte beim Kronkorkenschätzen mit 1.643 beinahe einen Volltreffer gelandet, 1.655 waren in der großen Flasche.

 

Finale

Ohne Abseits, die Rückpassregel aufgehoben, wurde mit fünf Feldspielern und einem Torwart gespielt, gewechselt wurde an der eigenen Torauslinie und zwar fliegend, Grätschen jeglicher Art wurden als Foul gewertet und unterbunden. Die Regeln eines Kleinfeld-Turniers erlauben rasanten Sport. Im Finale standen die treffsicheren Jungschützen Pommoissel 1 den ‚Schienbeinbrechern’ aus Dahlenburg gegenüber, holten den Siegerpokal nach einem spannenden Finale in die Gemeinde Nahrendorf und stellten mit Julian Dabrowski und seinen 17 Treffern den erfolgreichsten Torschützen des Turniers.

Die Plätze 5 bis 7 belegten die ‚Jägermeister Tosterglope’, die Jugendfeuerwehr Nahrendorf/Oldendorf und die 2. Mannschaft der Jungschützen Pommoissel. –EP-Redaktion/sn-

Nachrichten aus dem Landkreis Lüneburg und der Elbtalaue