Punsch mit Schuss und weitere heitere Geschichten

Dorathea Soetbeer brachte mit ihrem plattdeutschen Nachmittag Spaß und Abwechslung in die Bleckeder Altenhilfe
Bleckede. Richtig ‚hoch her’ ging es am vergangenen Donnerstag in der Bleckeder Altenhilfe des Albert Schweitzer-Familienwerkes. Dort war Dorathea Soetbeer zu Besuch, um ihren allerseits beliebten plattdeutschen Nachtmittag zu veranstalten. Dies war bereits das dritte Mal und wie bei ihren vergangenen Veranstaltungen hatte die Seniorin wieder einige heitere Geschichten und Frühlingslieder im Gepäck, um den Bewohnern der Altenhilfe eine kleine Freude zu bereiten.
Durch die täglichen Besuche bei ihrem Mann, der fast 3 Jahre in der Bleckeder Altenhilfe lebte, hat sie eine enge Bindung zu der Einrichtung und den dort lebenden Senioren aufgebaut, die sie seitdem mit ihren regelmäßigen Besuchen pflegt. Diese Freundschaft war auch deutlich zu spüren, als sie mit Umarmungen von Mitarbeitern der Altenpflege begrüßt wurde oder mit den langsam eintrudelnden Bewohnern einen kurzen Schwatz vorweg hielt.
Der Speisesaal füllte sich nach und nach und war schließlich gut besucht, auch wenn einige aufgrund einer zurzeit kursierenden Magen-Darm-Grippe nicht kommen konnten. Die Leiterin der Einrichtung, Anette Wölk, hieß Dorathea Soetbeer zu Beginn herzlich Willkommen und bedankte sich bei ihr für ihre „jahrelange Verbundenheit mit dem Haus“. Schließlich wünschte sie allen viel Spaß und übergab das Wort an die muntere Geschichtenerzählerin, die auch gleich das erste ‚plattdüütsche Döntje’ vorlas.
Zur Feier des Tages wurde fruchtiger Punsch ausgeschenkt, sogar mit ein wenig „Schuss“, der die gehobene Stimmung unterstrich, die durch die neckischen Geschichten und fröhlichen Lieder, Klassiker wie ‚Lustig ist das Zigeunerleben’ und ‚Im Frühtau zu Berge’ durften nicht fehlen, hervorgerufen hatten. Die Seniorinnen und Senioren sangen immer beherzt mit und ließen sich von den amüsanten Pointen und der fröhlichen Art der rüstigen Dame mitreißen.
Den Höhepunkt des Nachmittags bildete ein Sketch über das Gespräch einer Stadt- und einer Landfrau, die jeweils das Leben der anderen beneideten. Hierfür hatte sich Soetbeer die Unterstützung von Altenpflege-Mitarbeiterin Doris Matthiesen geholt, die sich für ihre Rolle in eine waschechte Bauersfrau mit Melkeimer verwandelt hatte. - Und die Moral von der Geschicht’: „Jeder wünscht sich immer das, was er nicht hat, so ist es auf dem Lande und auch in der Stadt.“
Diese kleine Aufführung sorgte für viel Gelächter, aber auch eine Menge Beifall bei den Senioren. „Werde alt in diesem Sinne, denn dann ist Alter Sonnenschein“, mit diesen Schlussworten eines Gedichtes beendete Dorathea Soetbeer schließlich ihre Lesung, sehr zum Bedauern einiger Bewohner, denen dieser fröhliche Nachtmittag sichtlich Spaß und Abwechslung bereitet hat. Die Bleckeder Altenhilfe bedankte sich mit einem bunten Blumenstrauß bei der Wohltäterin. -EP-Redaktion/cb-
