Pädagogischer Mittagstisch ist ein Erfolgsmodell
Barendorf. Die Vorsitzende des Schulausschusses Elke Scholz konnte in Gegenwart des SG Bürgermeisters Norbert Meyer und des ersten Samtgemeinderats Rainer Sievers die Tagesordnung abarbeiten, zu der auch die Ernennung des neuen Schulelternrates in Neetze, Hamann, gehörte.
Sehr ausführlich wurde die Situation des Pädagogischen Mittagstischs erörtert, der ohne Frage ein Erfolgmodell ist und immerhin bereits von 60 Schülerinnen und Schülern genutzt wird. Auf individuelle Wünsche kann sehr weitgehend eingegangen werden, weil es drei Grundzeiten und Angebote gibt: nur Mittagessen (bis 14 Uhr), Mittagessen plus Hausaufgabenzeit (bis 15:30 Uhr), Mittagessen plus Hausaugabenzeit plus Spielzeit (bis 17 Uhr).
Allerdings ist es nicht möglich, allen Elternwünschen gerecht zu werden. Einige würden ihre Kinder gern spontan mal für ein oder zwei Tage betreuen lassen. Das würde allerdings, so Sievers, zur Vernachlässigung des pädagogischen Ansatzes führen, denn Pädagogik braucht eine nachhaltige Struktur, die mit Kurzzeit-Gastkindern nicht erfüllt werden kann. Dennoch wollten die Schulleiter dieses Thema noch vertiefen. In der Diskussion bleiben Anzahl der Wochentage und die Zeiträume, über die sich die Eltern verpflichten. Auch darüber kann eine – veränderte – pädagogische Grundlinie erreicht werden. Die Nutzung als sporadische Spontan-Betreuung – so verständlich die Gründe manchmal sein mögen – kann innerhalb dieses Konzeptes nicht angeboten werden. Zurzeit werden in Barendorf 20 Kinder betreut, in Neetze 25 und in Wendisch Evern 15. Es muss über eine Personalaufstockung gesprochen werden, denn mehr als 20 Kinder kann eine Kraft nicht mehr sinnvoll betreuen. Jetzt muss gerechnet und überlegt werden, wie eine Arbeitsaufteilung sachgerecht umgesetzt werden kann.
Ebenfalls ein Thema im Haushaltsplan: Die Schulleiter stellen fest, dass die Telefonkosten erheblich dadurch angestiegen sind, dass immer häufiger Handynummern angewählt werden müssen. Die Kommune ist in Verhandlung mit einem neuen Anbieter, über den dann auch die Schulen angeschlossen werden könnten. Dass es für die Schulen offenbar keine kostenlosen Konten zu geben scheint, ist ein weiterer Punkt, an dem die Schulleiter hoffen, künftig durch Verhandlungen mit Geldinstituten Kosten sparen zu können.
Das Sporthallendach in Neetze muss dringend saniert werden. Gegenwärtig müsste die Nutzung bei Schneefall untersagt werden, allerdings gilt es noch statische Fragen und Nachbarschaftsanliegen zu klären, so dass erst im nächsten Jahr mit einem Termin zu rechnen ist. Insgesamt wurde der ‚Schulhaushalt 2010’ einstimmig empfohlen. EP-Redaktion/ez-

