Ottmar Möller bleibt Dahlenburgs oberster Brandschützer
Ahndorf. „Zu klein gebaut“, lautete der ironisch gemeinte Kommentar eines Feuerwehrmannes aus Dahlenburg anlässlich der Jahreshauptversammlung der Samtgemeindefeuerwehr Dahlenburg am Freitagabend im voll besetzten Ahndorfer Feuerwehrgerätehaus. Dennoch, alle Ortsbrandmeister, Stellvertreter, Funktionsträger und Gäste fanden Platz im neuen Gerätehaus, das offiziell von der Samtgemeinde Dahlenburg noch nicht an die Feuerwehren Boitze und Seedorf übergeben wurde, wie Gemeindebrandmeister Ottmar Möller zu Beginn der Versammlung feststellte. Zunächst begrüßte der noch amtierende Gemeindebrandmeister Möller den Samtgemeindebürgermeister Joachim Dassinger, den stellvertretenden Kreisbrandmeister Henning Banse, den Feuerschutzausschussvorsitzenden Ullrich Rambusch sowie den Fraktionsvorsitzenden der CDU Jürgen Schorfheide und den stellvertretenden Samtgemeindebürgermeister und Vertreter der Mehrheitsgruppe Franz-Josef Kamp. Bei der Begrüßung merkte Gemeindebrandmeister Möller im Hinblick auf die verschiedenen Funktionen der politischen Vertreter des Samtgemeinderates an: „Eigentlich sollte es auf dem Dorf keine Fraktionen geben, wir sollten stattdessen gut miteinander arbeiten!“ Eine Aussage des Gemeindebrandmeisters, die sicherlich nicht nur auf den Bereich der Feuerwehr bezogen war.
Mehr Brandeinsätze, weniger Hilfeleistungseinsätze
Nach der Protokollverlesung der letzten Jahreshauptversammlung durch Ulrich Schulz, der in diesem Jahr zum letzten Mal als Schriftführer des Kommandos tätig ist, berichtete Gemeindebrandmeister Ottmar Möller über 115 Einsätze der Samtgemeindefeuerwehren, bei denen 22 Personen gerettet wurden bzw. Hilfe geleistet wurde. 60 Brandeinsätze und 44 Hilfeleistungseinsätze sowie 11 Fehlalarme, Alarmübungen und Einsätze der Gefahrgutgruppe sowie der Strahlenschützer wurden im Jahr 2009 abgearbeitet. Bei diesen Einsätzen wurden insgesamt 1.169 Feuerwehrleute mit einer Gesamtstundenzahl von 2.407 Stunden eingesetzt. Die Samtgemeindefeuerwehr setzt sich zurzeit aus 391 aktiven Feuerwehrkameraden, davon 60 Frauen, 65 Jugendfeuerwehrangehörigen, davon 19 Mädchen, und 37 Kinderfeuerwehrangehörigen, davon ebenfalls 19 Mädchen, zusammen. Mit den Kameraden der Altersabteilung besteht die Samtgemeindefeuerwehr aus 592 Mitgliedern. Die Feuerwehren der Samtgemeinde Dahlenburg wurden im Jahr 2009 zu einer Reihe von Brand- und Hilfeleistungseinsätzen gerufen, wobei der spektakulärste Einsatz sich am 9. August 2009 auf dem Gelände der Molda AG in Dahlenburg ereignete. Alle Feuerwehren der Samtgemeinde waren zu diesem Großeinsatz anlässlich eines Sprühturmbrandes gerufen worden.
Wahl und Ehrung
Bevor der stellvertretende Kreisbrandmeister Henning Banse den Tagesordnungspunkt ‚Wahl des Gemeindebrandmeisters‘ aufrief, ging er auf die bevorstehende Umrüstung der Feuerwehren auf Digitalfunk ein und stellte in Aussicht, dass die neue Technik 2011 im Landkreis Lüneburg zum Einsatz kommt. Voraussetzung dafür sind Investitionen der Kommunen zur Anschaffung von neuen Funkalarmempfängern und der entsprechenden Funktechnik. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Christian Hüppe erinnerte dann an die insgesamt 18-jährige Amtszeit von Ottmar Möller. Davon war Möller 6 Jahre stellvertretender Gemeindebrandmeister und seit 1998 Gemeindebrandmeister. Seine Amtszeit war geprägt von den Sparzwängen der Kommune und insofern konnte den Erfordernissen der Feuerwehr nicht immer entsprochen werden. Christian Hüppe bedankte sich bei Ottmar Möller für seine bisherige Arbeit und schlug ihn zur Wiederwahl zum Gemeindebrandmeister vor. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Henning Banse übernahm die Wahl und machte deutlich, dass diese schriftlich und geheim durchgeführt werden müsse. Ottmar Möller wurde einstimmig für weitere 6 Jahre zum Gemeindebrandmeister gewählt und nahm die Wahl an und die Glückwünsche entgegen. Im Anschluss ehrte Henning Banse den ehemaligen Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Pommoissel Werner Bagung für seine 60-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr und überreichte ihm die Ehrenurkunde des Landesfeuerwehrverbandes mit der Ehrenspange in Gold. -EP-Redaktion/jw-

