10.01.2012

Orkantief „Andrea“ traf Neu Darchauer Fähre

Die Taucher André Richardsen (l.) und Jan Hilgert (r.) flankieren den Taucherchef Jürgen Hock.

Die Taucher André Richardsen (l.) und Jan Hilgert (r.) flankieren den Taucherchef Jürgen Hock.

Neu Darchau. Die „Tanja“ ist ja von der Statur nicht gerade schwach, aber „Andrea“ hat sie auf der Ostseite einfach beiseite gedrückt. Ein Stein unter Wasser hat ihr dann einen Riss zugefügt, die für ungeplante Nachwache an Bord und einen Tauchereinsatz vor Ort sorgte. Der Riss war unterhalb der Wasserlinie und ließ Wasser ins Schiff laufen. Bis die Spezialfirma Hock aus Lübeck eine provisorische Abdichtung vornehmen konnte, musste die Fährmannschaft lenzen (auspumpen) und Nachtwache an Bord organisieren. Am Freitagvormittag wurde die Fähre dann am Anleger in Neu Darchau kurzfristig stillgelegt. Aus der vermuteten Stunde Fährpause wurde weniger als eine halbe Stunde. Ein Taucher hat dann von außen eine Platte über den Riss gelegt und diese mit Schrauben nach innen befestigt. Zur endgültigen Reparatur muss die Tanja allerdings für einen Tag nach Lauenburg in die Werft. Hier wird es eine Abstimmung mit der Bleckeder Fähre geben, damit die Umwege für die Fährkunden klein sind. Die kurze Ausfallzeit am Freitag hätte zeitlich kaum ungünstiger liegen können, weil die Bleckeder Fähre „Amt Neuhaus“ noch in der Werft ist. Allerdings konnte eine verkehrsschwache Zeit gewählt werden, weil nach der provisorischen Reparatur der Fährbetrieb fortgesetzt wurde. Die geringe Zahl an wartenden Kunden zeigte, dass das Fährpersonal die richtige Zeit gewählt hatte und die Taucher ihr Handwerk verstanden. -EZ.Redaktion/ebz-

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