Neu-gebraucht gibt’s nicht

Tja, nützt nichts, wat mut, dat mut: Wilfried Schulze, Hermann Blanquett und Henning Banse mit Blick auf die nötigen Investitionen bei der Feuerwehr.
Bleckede. Den größten Redeanteil beim Feuerschutz- und Katastrophenschutzausschuss hatte Stadtbrandmeister Henning Banse: „Man muss ja auch etwas tun für seine Aufwandsentschädigung“, flachste er, als ihm vom Vorsitzenden wieder einmal das Wort erteilt wurde. Was hat und wird die Stadt Bleckede für ihre Feuerwehren ausgeben? Im laufenden Jahr war das zunächst die inzwischen eingearbeitete Drehleiter, die bei der Zollauktion ersteigert werden konnte. Vier Atemschutzgeräte wurden ersetzt, ein gebrauchter Einsatzwagen vom Stadtbrandmeister in Betrieb genommen, in Walmsburg wird eine Tragkraftspritze noch vor Weihnachten erwartet. Hier konnte ein Unterstand für Boot und Fahrzeug eingeweiht werden, in Wendewisch das neue Feuerwehrhaus, in Göddingen eine neue Dacheindeckung und in Rosenthal wurde der Anbau an das alte Feuerwehrhaus für einen Schulungsraum und sanitäre Einrichtungen in Angriff genommen. Hier wird im kommenden Jahr noch kräftig weitergearbeitet. Wie zwei weitere, nötige Ausgaben (acht zu ersetzende Atemschutzgeräte und eine weitere Tragkraftspritze zu 8.000 bzw. 10.000 Euro) ist auch der Ausbau in Rosenthal bereits fest im Haushalt verankert.
Zu weiteren Besprechungen im Ausschuss forderten lediglich die bevorstehende Digitalisierung des Funknetzes und der ‚Oldie’ unter den Fahrzeugen in der Bleckeder Wehr heraus. „Gibt es nicht böses Blut, wenn Bleckede ein neues Fahrzeug bekäme und die Ortswehren nur gebrauchte?“, gab Ratsherr Ahrens zu bedenken. So gerne man für den Einsatzwagen aus dem Jahre 1976 ein jüngeres, gebrauchtes anschaffen würde: „Neu-gebraucht gibt es nicht auf dem Markt. Keine Gemeinde verkauft so etwas freiwillig vorzeitig“, weiß sich Banse mit Bürgermeister Böther einig: „Um diese Investition werden wir 2011 wohl nicht herumkommen. Schließlich steht dieses Fahrzeug auch im Zentrum der Einsatzpraxis.“
Auch neue Funkmeldeempfänger zum Stückpreis von 250 Euro sind 2011 unumgänglich. Wenn der Landkreis wie geplant ab 2010 das neue, digitale Alarmierungsnetz einrichten wird, werden die alten analogen Empfänger keinen Empfang mehr haben. Da sich aber mittlerweile auch die zusätzliche Alarmierung per Handy bewährt hat, hofft man in Bleckede, mit 100 statt wie bisher mit 180 Geräten auszukommen. Wenn es soweit ist - der Ausschuss ist vorbereitet. –EP-Redaktion/lh-
