Nächstes Elbschlossfestival gesichert

Dr. Matthias Heckeroth vom Kultur- und Heimatkreis und Bürgermeister Jens Böther kämpften noch einmal erfolgreich für den Erhalt des Elbschlossfestivals in Bleckede. Wird das wieder kein Erfolg, kann es das Aus für die Veranstaltung bedeuten.
Lkr. Lüneburg. Die Entscheidung war überfällig. Um noch gute Orchester zu bekommen, wird es allerhöchste Zeit. Aber ein Beschluss fiel nicht leicht und er sollte auch vom neuen Ausschuss für Partnerschaft und Kultur des Landkreises getroffen werden. Dieser trat am vergangenen Mittwoch erstmals zusammen. Unter der Leitung von Rainer Dittmers (SPD) wurde noch einmal intensiv über den Fortgang des Festivals diskutiert.
Zu wenige Besucher waren in den letzten Jahren gekommen. Auch nachdem das Konzept im vergangenen Jahr gestrafft und verändert wurde, war die Bilanz nicht erfolgreicher und so blieb ein erhebliches Defizit offen, das die Stadt Bleckede aufzufangen hatte. Der Landkreis gab noch einmal 500 Euro dazu. Mehr ging nicht.
Dr. Matthias Heckeroth, Vorsitzender des Kultur- und Heimatkreises Bleckede e.V., und Bürgermeister Jens Böther machten sich erneut für einen Erhalt des Festivals stark, das ein anspruchsvolles und breit gefächertes Programm bietet. Leider hatte bei den Außenveranstaltungen auch das schlechte Wetter für mangelnde Besucherzahlen gesorgt.
Dennoch sollte das Festival nicht aufgegeben werden. Für das nächste Jahr gibt es die Möglichkeit, Justus Frantz und seine Frau für eine Vorstellung zu gewinnen. Mit Klavier und Violine würden die beiden ein populäres romantisches Programm bieten. Die Gage für so einen Auftritt liegt bei 8.500 Euro. Dies entspräche auch den Kosten für ein sinfonisches Orchester. Allerdings ist es schwierig, ein solches Orchester noch für die Veranstaltung zu gewinnen. Die Terminkalender sind voll. Nach eingehender Diskussion beschloss der Kulturausschuss, das Festival im nächsten Jahr noch einmal mit 15.000 Euro zu unterstützen. Danach muss aber grundsätzlich neu nachgedacht werden. Es müssen neue Geldgeber gefunden werden. Vielleicht könnte auch der Veranstaltungsrhythmus auf zwei Jahre ausgedehnt werden oder man müsste sich wohl oder übel von diesem musikalischen Angebot verabschieden. Ein jahrelanges Minus kann man sich nicht leisten. Der Landkreis schwimmt nicht gerade in Geld.
So verließen Böther und Heckeroth mit einem lachenden und einem weinenden Auge den Saal. Die nächste Saison ist gesichert. Was danach kommt, weiß niemand. Es kann auch das endgültige Aus sein. -EZ-Redaktion/stb-
