Molda hält Wort: LKW-Verkehr wird verlagert
Dahlenburg. Ein schöneres Weihnachtsgeschenk hätten Moldas Vorstandsvorsitzender Dr. Torsten Voß, sein Vorstandskollege Norbert Drave und Technikleiter Uwe Meyer den Anliegern der Gartenstraße nicht machen können. Was lange währt, wird endlich gut: Spätestens im Sommer 2010 wird der gesamte Schwerlastverkehr von und zur Molda über die neue Zufahrt am Gewerbegebiet abgewickelt. Auf diese Nachricht haben die Anlieger der Gartenstraße in Dahlenburg seit Jahren gewartet.
An der Presseinformation am Montag in Dahlenburg nahm auch der Leiter der Fürstenwallschule Jürgen Stahlbock teil. Die Vertreter der Molda stellten die Pläne zur Umstellung der gesamten Molda-Logistik für Schwer- und Lieferverkehr über die neue Zufahrt zum Betriebsgelände vor. Danach wird auf der nordwestlichen Seite über das Gewerbegebiet im Zuge der Kurt-Kautz-Straße ein völlig neuer Zugang zur Molda geschaffen. Neben einem Pförtnerhäuschen und einer neuen LKW-Waage werden bis zum Sommer 2010 auch die Bereiche Versand und Spedition dorthin verlagert. Im Zuge der Umstellung sollen auch die Hinweisschilder zur Molda an der B 216 geändert und die Zufahrt künftig über das Gewerbegebiet Dahlenburg ausgeschildert werden. Vorstandsmitglied Norbert Drave wies darauf hin, dass die bisherige Zufahrt an der Gartenstraße für Betriebsangehörige und für Besucher erhalten bleibe, für diesen Personenkreis ändere sich nichts.
„Der Molda entstehen durch die Verlegung der Zufahrt für den Schwerlastverkehr keine wirtschaftlichen Vorteile, sondern der Betrieb investiert einen erheblichen Betrag, um die Situation in der Gartenstraße und um die Schule herum zu verbessern“, machte Vorstandsvorsitzender Dr. Voß deutlich. Mit rund 250.000 Euro werden die Umstellungskosten veranschlagt. Dafür ist eine Beihilfe aus Strukturfördermitteln des Landkreises Lüneburg in Höhe von bis zu 50.000 Euro zugesagt. „Wir stehen bei den Dahlenburgern im Wort und uns ist auch klar, dass die Grenze der Belastungsfähigkeit der Anwohner durch Lkw-Lärm und Erschütterungen erreicht ist. Hinzu kommt die Gefährdung von Schulkindern und Fußgängern durch wartende Lkws vor dem Werkstor. Wir sind froh, dass es bisher zu keinem Unfall in dem Bereich gekommen ist. Auch der Schulbusbetrieb wird nicht unerheblich durch den Schwerlastverkehr von und zur Molda beeinträchtigt. Aus all diesen Gründen haben wir uns entschlossen, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Sicherheit um das Schulgelände sowie die Lebensqualität für die Bewohner in der Gartenstraße zu verbessern. Wir sind daher der Samtgemeinde Dahlenburg, dem Landkreis Lüneburg und dem Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt dankbar, dass alle diese sinnvolle Maßnahme unterstützen“, hob Dr. Voß hervor.
Die Vertreter der Molda zeigten sich erfreut über die zugesagte Förderung des Projektes durch den Strukturförderfonds des Landkreises Lüneburg. Die Molda, mit 400 Mitabeitern einer der größten Arbeitgeber im Landkreis Lüneburg und der wichtigste Betrieb in der Region, löst mit dieser verbindlichen Zusage ein Versprechen ein, das nicht hoch genug bewertet werden kann. Für die Anlieger der Gartenstraße, für die Kinder der Fürstenwallschule und auch für den Ort Dahlenburg wird die Verlagerung des Schwerlastverkehrs mit über 100 Lkw-Bewegungen täglich eine lang ersehnte Entlastung bedeuten. -EP-Redaktion/jw-

