Mahnwache zur Klimakonferenz in Bleckede

Mit einer Mahnwache beteiligten sich Bürger der Stadt Bleckede an den weltweit stattfindenden Mahnwachen zur Klimagipfelkonferenz in Kopenhagen.
Bleckede. Initiiert von Erika Tipke und Frank Bachthaler versammelten sich am vergangenen Samstag Menschen in der Bleckeder Innenstadt, um mit einer Mahnwache zum Klimagipfel in Kopenhagen für ein echtes Abkommen zu demonstrieren. Sie fordern die Klimakonferenz, mit mehr als 2000 anderen Mahnwachen in über 130 Ländern, dazu auf, 200 Milliarden Dollar als Klimafinanzierung für die ärmeren Länder, 2015 als Spitzenjahr für den Kohlenstoffausstoß sowie einen sicheren Kohlenstoffgrenzwert von 350 Teilen pro Million in der Atmosphäre und das gesetzlich durchsetzbar zu verabschieden. In seiner Rede zur Mahnwache und in einem Infoblatt gehen die Initiatoren auch auf den kürzlich in der Elbmarsch-Post erschienenen Kommentar unter der Rubrik ‚Weimers Woche’ von Wolfram Weimer, Chefredakteur des ‚Cicero’, ein. Weimer schrieb, Zitat: „Wenn die Deutschen erführen, dass die natürliche Erwärmung der Neuzeit geradezu eine Voraussetzung für ihren Wohlstand ist, sie würden weitere Autos erfinden, bauen, verkaufen, fahren, glücklich sein und reich bleiben. Wie furchtbar.“ – Weitere Ausführungen von Weimer können unter www.elbmarschpost.de unter dem Link ‚Cicero’ oder in der Elbmarsch-Post vom 7.12.09 nachgelesen werden.
Dazu die Aktivisten: „Herr Weimer streitet also die Erderwärmung nicht ab, er behauptet nur, es sei alles ganz natürlich und anscheinend freut er sich darauf, künftig auch im Dezember in Badehosen in seinem Garten liegen zu können. Vorausgesetzt, dieser liegt über dem künftigen Meeresspiegel. Auch mit der Versteppung wird er keine Probleme haben, spart er doch dann die Winterreifen. Dass es in Deutschland zu Verteilungskämpfen um das Trinkwasser kommen könnte, schließt er vermutlich aus. Aber was machen die Menschen, die in Küstennähe leben, was ist mit unseren landwirtschaftlichen Erträgen, die es uns ermöglichen, täglich im Supermarkt frisches Brot und andere Lebensmittel zu kaufen? Und was sagen wir den Menschen in der Sahelzone, wo es jetzt schon kaum noch Trinkwasser gibt – kommt doch zu uns, Herr Weimer lädt Euch alle ein?“
Mehr Informationen erhalten Sie auch unter www.avaaz.org/de/ oder www.tcktcktck.org. -EP-Redaktion/wh-
