05.01.2012

KunstFleck Dahlenburg

Ein Ausschnitt des Werkes „Wolke“ aus dem Jahr 2007 des Künstlers Ulrich Vogl.

Ein Ausschnitt des Werkes „Wolke“ aus dem Jahr 2007 des Künstlers Ulrich Vogl.

Dahlenburg. In diesem frisch begonnenen Jahr 2012 kann der Kunstverein Region Dahlenburg bereits auf 10 Jahre Bestehen zurückblicken. Aus diesem besonderen Grund hat der Verein seine Ausstellungen unter ein Jahresmotto gestellt. „KunstLicht“ ist ein - auch selbstironisches - Resümee von 10 Jahren Arbeit in Sachen bildender Kunst und konkret gemeinsamer Nenner der Ausstellungen 2012. Das „KunstLicht“ - Jahr beginnt wie immer mit dem Neujahrsempfang und einer Ausstellungseröffnung.

 

Ulrich Vogl - „Lichtzeichen“

Ganz im Thema des Jahres spielt das Licht stets in doppelter Hinsicht eine Rolle in den Werken von Ulrich Vogl, der seine Ausstellung am 8. Januar mit einer Vernissage beginnt. Das Licht stellt in seinen Werken gleichzeitig Werkstoff und Thema dar. Der 1973 in Kaufbeuren geborene Künstler studierte in Monaco, Berlin und in New York auf der „School of Visual Arts. Von seinen Werken spricht er als eine Art „Erweiterung der Zeichnung“. Mit betont nüchternen, dabei überaus vielseitigen Vorgehensweisen stellt der Künstler seine Betrachter einer rätselhaften Poesie von vibrierenden Raumschichten gegenüber. Wenn in Titeln von Ulrich Vogl Worte vorkommen wie „Himmel, Sterne, Wolke, Meer“, so lässt er damit Assoziationsfelder aufscheinen, die romantischen oder auch metaphysischen Gehalt haben. Der Betrachter sieht sich Realisationen gegenüber, die alte Techniken, wie z.B. die Hinterglasritzzeichnung in überraschende Kombination bringen mit modernen, profanen Gegenständen und Materialien wie etwa Baustrahler, schwarzer Lack oder Lametta. Die verblüffende Wirkung, der Reiz dieser Neu-Findungen sprechen gleichermaßen den Verstand wie auch die Sinne und damit die Emotionen an.

In Dahlenburg wird Ulrich Vogl bis zum 5. Februar neben einigen kleineren Objekten eine große Wandarbeit sowie eine Rauminstallation zeigen. Zur Eröffnung spricht Dr. Martin Steffens, Kunstverein Neukölln in Anwesenheit des Künstlers.

 

„KunstLicht“ 2012

Eine weitere Ausstellung zum Thema Lichtkunst wird im Oktober zu sehen sein, wenn das Künstlerduo Molitor&Kuzmin seine Werke in den Räumen des KunstFlecks ausstellt. Beide Künstler - er ursprünglich Architekt, sie Grafikerin und Malerin - finden zu vielfältigen Formulierungen, in deren Mittelpunkt formal und inhaltlich das Licht weißer Neonröhren steht.

Zwei weitere geplante Ausstellungen in diesem Jahr hinterfragen beispielhaft die Rolle des Lichts  in klassischen Bereichen der bildenden Kunst. Der Braunschweiger Zeichner und Grafiker Malte Sartorius erzielt durch den Lichteinfall in seinen ganz in Schwarz-Weiß gehaltenen, minutiösen Stillleben und Landschaften eine fast surreale Wirkung. Zu sehen in den Monaten April und Mai.

Bildnerische Materialien und deren geschichtete Anordnungen lassen eine alte Thematik neu und anders aufleuchten: Das gilt für die kleinformatige farbenfrohe Malerei des in Mecklenburg-Vorpommerns lebenden Wolfgang Tietzes zu Dantes „Göttlicher Komödie“ und auch für seine übermalten alten Fotografien. Er kommt im Juni nach Dahlenburg. -ck/EZ-Redaktion/es-

 

Was: Vernissage „Ulrich VoGl - Lichtzeichen“ und Neujahrsempfang des Vereins

Wann: Sonntag, 8. Januar, 11.30 Uhr

Wo: KunstFleck, Lüneburger Str. 14, 21368 Dahlenburg

 

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