21.01.2010

Königreiche, jetzt noch günstiger?

Wie kommt man an einen König? Diese Frage stellt man sich nicht nur im Schützenverein Barskamp

Wie kommt man an einen König? Diese Frage stellt man sich nicht nur im Schützenverein Barskamp

Barskamp. Majestätenmangel - auch auf der Jahreshauptversammlung der Barskamper Schützen am vergangenen Samstag in Dolges Gasthof wurde dieses Thema erneut diskutiert. Warum lässt sich kein Königsanwärter blicken, warum ist man vom Wettkampf und einem echten Königsschießen um den Besten längst nicht nur in Barskamp so weit entfernt? Die Kosten - früher musste eine Schützenkönig schon gut bei Kasse sein, um sich die Ehre leisten zu können - und auch der Zeitaufwand können nicht mehr als Begründung herangezogen werden, Verein und Vorstand tragen inzwischen einen großen Teil der Belastung. Einen ‚Königsweg’ aus diesem Problemfeld konnten auch die anwesenden 38 Mitglieder nicht finden, obwohl der Verein mit all seinen Sparten immerhin 105 Personen umfasst. Die Diskussion, ob und wie man den König weiter entlasten könnte, brachte nicht den ersehnten Durchbruch.

Die umfangreiche Tagesordnung konnte dank sehr guter Vorarbeit zügig abgearbeitet werden, der Vorstand wurde entlastet, nachdem die Kassenprüfer dem Schatzmeister eine ordentliche und übersichtliche Buchhaltung bestätigt hatten. Auch die angesetzten Wahlen brachten keine Überraschungen. Die meisten Funktionsträger, deren Amtszeit abgelaufen war, wurden durch Wiederwahl bestätigt. Allerdings bleiben sowohl die Position des Vizepräsidenten als auch die des stellvertretenden Kommandeurs mangels Kandidaten unbesetzt.

Das Jahr 2009 wurde noch einmal lebendig in den Berichten des Präsidenten Andree Berger und der Sport- und Damenleiterin Gunda Ellwanger, die - handschriftlich niedergelegt - ausführlich die sportliche Seite rekapitulierte. Sehr gut angenommen wurde das Lichtpunktschießen für Kinder. Inzwischen gibt es feste Übungstermine. Die beiden Biathlonwettkämpfe wurden bravourös bestanden und das Schützenfest war wieder gut besucht. Erheblicher Aufwand für Anschaffungen verursacht eine deutliche Delle in der Kasse.

Gunda Ellwanger bedankte sich für die Unterstützung aus dem Verein bei der Durchführung der 50-Jahr-Feier und die großzügigen Spenden und Geschenke, durch die die Vereinsmittel geschont werden konnten. Begeisternd war die Beteiligung von 60 Kindern bei der Kreismeisterschaft im Lichtpunktschießen. Hier wurde auch die unauffällige Arbeit der Eltern mit in den Dank und die Anerkennung einbezogen. Für die Kinder war es ein besonderes Erlebnis, am Abend vor der großen Kulisse des Kreiskönigsballes geehrt zu werden. Besser wünschte sich Gunda Ellwanger die Beteiligung an Übungsabenden. Leicht rückläufig entwickelte sich die Beteiligung am Kinderschützenfest, die Anzahl rutschte erstmals unter die 100.

Eine ansehnliche Liste von Ehrungen und Beförderungen - viele der Ausgezeichneten waren auch anwesend - bildete den feierlichen Abschluss der Jahreshauptversammlung. Horst und Magdalena Röhr gehören nun 40 Jahre dem Verein an, bei Rainer Gotthold und Horst Schwarz sind es inzwischen 25 Jahre. Befördert wurden Andreas Mätz zum Gefreiten, Stephan Weber und Thomas Weber zu Obergefreiten, Horst Peter Linnecke zum Feldwebel, Joachim Bengsch zum Oberfeldwebel, Klaus Michaelis und Horst Schwarz zu Hauptfeldwebeln, sowie Heinz Rudloff und Günther Ureidat zu Oberstabsfeldwebeln. Das ‚aktive Jahr’ beginnt für die Barskamper Schützen am 5. März um 19.00 Uhr beim Anschießen mit Wurst- und Käsepreisen. -EP-Redaktion/ez-

Nachrichten aus dem Landkreis Lüneburg und der Elbtalaue