Klares Votum für Ortsbrandmeister Bodo Schulz

Gemeindebrandmeister Ottmar Möller, Ortsbrandmeister Ulrich Schulz, stellv. Ortsbrandmeister Dirk Bartels, Sicherheitsbeauftragter Oliver Schneider, Atemschutzgerätewart Cord Peters, Hauptlöschmeister Hugo Karstens - 50 Jahre aktives Mitglied in der FF Ellringen - und der Gruppenführer der Wettkampfgruppe Lars Bulwan (v.l.n.r.)
Ellringen. Ellringens Ortsbrandmeister Bodo Schulz kann auf seine Feuerwehrleute mächtig stolz sein: Bei einer Stärke von 29 Aktiven, davon eine Frau, sowie 12 Kameraden in der Altersabteilung kann man von einer „gesunden Wehrstärke“ sprechen, eine Truppe, auf die er sich jederzeit verlassen kann. „2009 ist ein ruhiges Jahr gewesen“, bilanzierte der Ortsbrandmeister auf der gut besuchten Generalversammlung vergangene Woche. Nur fünf Einsätze hatte die Wehr abzuarbeiten, davon zwei Brandeinsätze in der Molda Dahlenburg und drei Verkehrssicherungen bei örtlichen Veranstaltungen. Das Großereignis war zweifellos das mittlerweile 25. Oldtimertreffen in Ellringen mit über 9.000 Besuchern und schätzungsweise 4.500 Fahrzeugen.
Am 9. August wurden die Kameraden auf dem Wettkampfplatz in Bleckede zu einem Einsatz alarmiert. In der Molda war in einem Sprühturm Feuer ausgebrochen, das rasch auf einen zweiten Turm übergriff. Der Fall stellte sich als weniger dramatisch heraus, als zunächst angenommen. Rasch konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden, dabei wurde auch massiv Atemschutz eingesetzt. Insgesamt waren 154 Feuerwehrkameraden am Einsatzort, darunter der gesamte Zug 1.
Neben den regulären Übungsabenden wurden acht Monatsübungen, einige Alarmübungen und gemeinsame Zugübungen durchgeführt, fuhr der Ortsbrandmeister fort. Damit wurde wie im Vorjahr wieder ein Schnitt von 75 Stunden Dienst pro aktivem Mitglied erreicht. Schulz hob die gute Zusammenarbeit innerhalb des Zuges 1 hervor und dankte abschließend seinem Kommando und allen Kameraden für ihren Einsatz im zurückliegenden Jahr. Wer viel übt, der kann auch viel ernten: „Die Wettkampfgruppe Ellringen-Dahlem hatte ein sehr erfolgreiches Jahr“, berichtete Wettkampfgruppenführer Lars Bulwan. Die zehnköpfige Gruppe konnte in Nahrendorf nicht nur ihren Samtgemeindetitel verteidigen, sondern holte auch noch einen 2. Platz bei den TS-Wettkämpfen in Bleckede. „Das war der hektischste Wettkampf, den wir je gemacht haben“, erinnert sich Bulwan. „Wir waren gerade eine halbe Stunde auf dem Platz, als die Alarmierung aus Dahlenburg kam. Trotzdem sind wir Zweiter geworden.“ Bulwan dankte noch einmal seinem tollen Team und bedankte sich auch bei allen, die ihn in vielfältiger Weise unterstützt haben.
Die Atemschutzgruppe hat im zurückliegenden Jahr vier neue Atemschutzträger dazu bekommen, konnte Cord Peters der Versammlung mitteilen. Zwölf PA-Träger bei 29 Aktiven: „Damit kann man sich sehen lassen“, freut sich Peters. Durchschnittlich habe im letzten Jahr jeder PA-Träger fünf Flaschen getragen. Auch bei den Einsätzen in der Molda sei der Atemschutz unverzichtbar gewesen.
Es war wieder einmal Zeit für Neuwahlen: Gemeindebrandmeister Ottmar Möller übernahm das Amt des Wahlführers. In geheimer Wahl wurde Ortsbrandmeister Ulrich Schulz bei 24 Ja-Stimmen und einer Enthaltung wiedergewählt. „Ein komfortables Ergebnis“, lobte Möller und gratulierte Schulz. Wiederwahl auch für den Atemschutzgerätewart Cord Peters und den Sicherheitsbeauftragten Oliver Schneider. Die Wiederwahl von Wettkampfgruppenführer Lars Bulwan, die bereits intern durchgeführt wurde, wurde von der Versammlung bestätigt.
Der Feuerschutzausschussvorsitzende Ulrich Rambusch überbrachte die Grüße von Samtgemeindebürgermeister Dassinger und dem Samtgemeinderat. „Die Haushaltslage der Samtgemeinde sieht schlecht aus“, sagte Rambusch ohne Umschweife. Dennoch müsse in diesem Jahr nach Möglichkeit ein neues Fahrzeug angeschafft werden, Pommoissel und Gienau stünden auf der Prioritätenliste ganz oben. Dann müsse man weitersehen.
Hans Werner Soetebeer von der Polizeiwache Bleckede gratulierte Ulrich Schulz zu der eindeutigen Wiederwahl. Soetebeer bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung, insbesondere bei Großereignissen wie dem Oldtimertreffen. Mario Will vom DRK Kreisverband Lüneburg berichtete aus der neuen Rettungswache, die seit November in Ellringen stationiert ist. Seit August ist dort ein zweites Notarztfahrzug im Einsatz, damit konnte die Lage im östlichen Landkreis nochmals verbessert werden. -EP-edaktion/swr-
