08.12.2009

Klare Sache in Emmendorf

Emmendorf. Der Platzlautsprecher hat es vor dem Spiel verkündet, „wir wollen Revanche nehmen für die 1:3-Hinspielniederlage in Dahlenburg“. Die Revanche ist dem SV Emmendorf eindrucksvoll gelungen. Mit dem Anpfiff übernahm Emmendorf sofort die Initiative und setzte den DSK unter Druck. Auch in diesem Spiel musste der DSK ersatzgeschwächt antreten, so fehlte verletzt nahezu die gesamte Defensivabteilung mit Artur Fangrat, Jan-Hinrich Grunwald, Martin Schröder und Marc Schulz. Zudem gingen einige Spieler des DSK angeschlagen in die Partie. So auch Dennis Tiedemann, der in der achten Minute einen Schritt zu spät kam und Sebastian Pohl im Strafraum zu Fall brachte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Benjamin Silbermann sicher zur 1:0-Führung für Emmendorf. In den ersten 25 Minuten hatte sich der DSK noch keine Torchance erspielt. Sven Schulz verpasste in der 28. Minute nur knapp die Hereingabe von Göhlke und damit auch den Ausgleich für den DSK. Robin Göhlke vergibt kurz darauf in aussichtsreicher Position ebenfalls die Möglichkeit zum Ausgleich, auch wenn der bis dahin sehr glücklich gewesen wäre. Benjamin Silbermann machte es in der 30. Minute besser als die DSK-Stürmer und nutzte eine Unachtsamkeit in der DSK-Abwehr zum 2:0 für den SV Emmendorf. Emmendorf hat das Spiel bestimmt und hätte bis zur Halbzeit bereits höher in Führung gehen können. Beim DSK fehlte es in der ersten Halbzeit im Spiel nach vorn an Genauigkeit, zu viele Abspielfehler im Spielaufbau und im Zweikampfverhalten waren die DSK-Spieler meistens zweiter Sieger. Kurz vor dem Seitenwechsel hat SVE-Stürmer Steffen Silbermann nur kapp das Tor verfehlt.

Bei Wiederbeginn kam Marco Lenz für Sven Schulz beim DSK zum Einsatz und der DSK hatte etwa zwanzig Minuten das Spiel offen gestalten können. Das Kaske Team konnte aber auch in der Phase der Begegnung nicht soviel Druck aufbauen, um Emmendorf in Verlegenheit zu bringen. Sebastian Pohl machte alle Hoffnungen des DSK zunichte, den Anschlusstreffer zu erzielen und markierte in der 60. Minute das 3:0 für Emmendorf. Das Kaske-Team war nun auf Schadensbegrenzung bedacht und bemühte sich, die sich abzeichnende Niederlage in Grenzen zu halten. Das eine ums andere Mal wurde jedoch durch kluges und direktes Passspiel der Emmendorfer die DSK-Abwehr in Schwierigkeiten gebracht, so dass infolge der Überlegenheit Alexander Gührs in der 70. Minute das 4:0, Stefan Kaßmann in der 72. Minute das 5:0 und Sven Modzen in der 75. Minute das 6:0 erzielten.

Die Defensivabteilung des DSK war nahezu bei allen Treffern zu weit weg vom Gegner und hat es dadurch den SVE-Stürmern leicht gemacht. Die einzige Torchance für den DSK in der zweiten Halbzeit hatte Sebastian Schröder in der 85. Minute, er scheiterte aber am Torhüter Würker. Der DSK hat ersatzgeschwächt und mit angeschlagenen Spielern wieder nicht zu seinem Spiel finden können und ist unter seinen Möglichkeiten geblieben. Das insgesamt faire Spiel unter der guten Leitung von Schiedsrichter Christian Fox aus Luhdorf hat mit dem SV Emmendorf auch in der Höhe einen verdienten Sieger gefunden.

DSK-Trainer Jens Kaske sagte nach dem Spiel: „Ich bin froh, dass jetzt Winterpause ist und wir uns etwas erholen können. Die Vielzahl der Verletzten in den vergangenen Wochen und die damit verbundenen Einschränkungen beim Training haben uns sehr zu schaffen gemacht. Es musste in jeder Woche umgestellt werden. Ich bin stolz darauf, Trainer dieser Mannschaft zu sein und auch darauf, was die Mannschaft bisher geleistet hat. Dennoch bitte ich die Dahlenburger Fans um Entschuldigung, dass wir in den letzten vier Begegnungen enttäuscht haben. Auch der eine oder andere Spieler des DSK muss sich selbst hinterfragen, ob er alles gegeben hat. Ich erwarte von allen Spielern, Einsatz, Leidenschaft und Kampfbereitschaft. Das sind wir den Fans schuldig und ich erinnere an die schöne Aufstiegsfeier mit unseren Fans im Sommer. Eine solche Feier möchte ich auch zum Saisonabschluss erleben, wenn wir den Klassenerhalt in der Bezirksliga geschafft haben. Der Klassenerhalt ist unser Ziel, ich habe von Anfang an gesagt, wir spielen gegen den Abstieg und die Ergebnisse der letzen Wochen geben mir insofern Recht. Aber, die Hoffnung stirbt zuletzt und ich bin mir sicher, dass wir nach der Winterpause die ‚Kurve’ bekommen und den Klassenerhalt schaffen.“

Nachrichten aus dem Landkreis Lüneburg und der Elbtalaue