14.01.2010

Kinetische Skulpturen von Günter Haese

Dahlenburg. Man kann dem KunstFleck und dem Kunstverein Region Dahlenburg nur gratulieren! Werke eines Künstlers, der in der Tate Galerie in London, Museum of Modern Art und Guggenheim Museum in New York, in Zürich, Madrid und Oslo ausstellt, nach Dahlenburg zu holen ist ein mutiges und ambitioniertes Unterfangen, dem hoffentlich der gebührende Erfolg und eine große Aufmerksamkeit zuteil wird. „Haeses Körper sind gebaut bzw. montiert und in jedem Fall porös“, beschreibt der Ausstellungskatalog die Arbeiten des Künstlers. Haese verwendet zum Teil vorgefertigte filigrane Formen wie Kugeln oder Pilze aus Metallgeflecht und verbindet sie so, dass die äußere Begrenzung das kinetische Innenleben schützt und hält. Die Bewegung innerhalb der Formen entsteht durch Luftzug oder leichte Erschütterungen (Klopfen gegen den Holzpodest). Durch die Verwendung von flachen Spiralen, die mit den umgebenden Körpern verbunden sind, entstehen die unterschiedlichsten Bewegungsabläufe, die im Innern der Formen weitergegeben werden.

Die Exponate machen Appetit auf mehr, aber die Räumlichkeiten sind begrenzt. Die geschickte Präsentation, die fachliche Begleitung durch den Freund, Wegbegleiter und Laudator Dr. Joachim Peter Kastner - der 1924 geborene Künstler war selbst nicht anwesend - sowie das „Rollenspiel“, mit der, der Vorstand dieses Projekt vorstellt und auf die Umgebung (z.B. Kosten) hinweist, sind ein Erlebnis. Der Gitarrist Jan Erler als Überraschungsgast betonte mit japanischen Miniaturen die zierliche Leichtigkeit der Skulpturen und ergänzte die Wirkung musikalisch. Die Ausstellung ist bis zum 14. Februar 2010 jeweils Samstag und Sonntag von 14.00-18.00 Uhr geöffnet. -EP-Redaktion/ez-

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