Kamelkind hört jetzt auf den Namen ‚Martha‘
Bleckede. „Oh wie süß, das ist aber niedlich“, hörte man immer wieder die Kinder auf den Zuschauerbänken im Zirkus ‚Zamunda‘ während der ersten Vorstellung am vergangenen Donnerstag in Bleckede sagen. Gemeint war das in der vergangenen Woche in Hitzacker geborene ‚Kamelmädchen‘ EP berichtete), das nun an der Seite seiner Mutter von Zirkusdirektor Waldemar Heilig zur Taufe in die Manege geführt wurde. Noch etwas unsicher und immer im ‚Windschatten‘ der Mama schnupperte das kleine Kamel zum ersten Mal in seinem Leben Zirkusluft. Während des Gastspiels in Dahlenburg hatte sich die DSK-Sportheimbetreiberin und Tierfreundin Marita Lenz mit dem kleinen Kamelnachwuchs angefreundet und sich spontan entschlossen, als Taufpatin dem Kamel ihren Spitznamen ‚Martha‘ zu verleihen. Mit einer Sektdusche der Patin wurde das kleine Kamel auf diesen Namen getauft. Marita Lenz erhielt aus den Händen von Zirkusdirektor Waldemar Heilig die Taufurkunde, während ‚Martha‘ Deckung hinter ihrer Mama suchte.
Eingerahmt war die Kameltaufe in eine beeindruckende Zirkusvorstellung, die insbesondere die Zuschauer über fünfzig Jahre an die Zirkusbesuche ihrer Kindheit erinnerte. Ein Stück ‚Zirkusromantik‘ wurde von den Artisten des Zirkus ‚Zamunda‘ wieder im Bewusstsein der Zuschauer geweckt. Seilartistik, Pferdedressur, Kraftakrobatik in der Zirkuskuppel, Clownnummer, Balancekunst und Messerwerfen gehörten ebenso zum Programm, wie Feuerschlucken und Kinderakrobatik am schwebenden Vertikalseil. Eine beeindruckende Zirkusshow, die an Vielseitigkeit, Anmut, Kraft und Körperbeherrschung der Artisten keine Wünsche offen ließ. Schade nur, dass nicht mehr Publikum die Vorstellungen besucht. Mehr Zuschauer und vor allem auch mehr Einnahmen hätten Artisten und Mitarbeiter des Zirkus ‚Zamunda‘ allemal verdient gehabt. Nach Bleckede gastiert der Zirkus ab Donnerstag in Schwarzenbeck. -EP-Redaktion/jw-

