In der Talsohle

Stellten sich der schwierigen Entwicklung der Wehr im letzen Jahr: Ortsbrandmeister Karl Heinz Dahms, sein Stellvertreter Joachim Golly neben Nicole Dahms und Christian Tipke (Atemschutzbeauftragter).
Breetze. Wie im Leben geht es auch bei der Feuerwehr immer mal hoch und runter. „Dies mag jetzt das Tal sein“, kommentierte Stadtbrandmeister Banse die Berichte von Ortsbrandmeister Dahms und Atemschutzbeauftragten Tipke auf der Generalversammlung der Breetzer Wehr. Zwar verfügt die Wehr über ein mit Engagement und Eigenleistung erbautes neues Feuerwehrhaus, besteht aus 26 Aktiven, darunter sogar zwei Frauen, und außerdem für einen kleinen Ort beachtlichen 54 Fördermitgliedern. Sorgen macht allerdings der Nachwuchs und der Atemschutz.
Trotz vieler Bemühungen die Jugendfeuerwehr wieder neu starten zu lassen, musste die Jugendabteilung im vergangenen Jahr nach einem guten halben Jahr mangels teilnehmender Kinder wieder schließen. „Kinder sind genügend in Breetze – sie haben nur im Moment andere Interessen“, bedauerte Karl Heinz Dahms mit einiger Enttäuschung. Auch die drei Atemschutzträger der Breetzer Wehr fanden 2009 keine Verstärkung. Da für effektives und vor allem sicheres Arbeiten mindestens vier Atemschutzträger im Einsatz sein müssen, haben die Aktiven inzwischen ihre Geräte abgegeben, wie Christian Tipke in seinem letzten Bericht als Atemschutzbeauftragter berichtete. Grund sei, so Tipke, weniger mangelnde Motivation, sondern vielmehr die Tatsache, dass nicht jeder und jede zum Atemschutzträger geeignet sei und der Ort zur Zeit einfach nicht mehr hergebe. „Hoffentlich ist das jetzt die Talsohle“, meinte Stadtbrandmeister Banse im Hinblick auf diese Entwicklung. Insgesamt gesehen ist die Zahl der Aktiven in den 13 Ortswehren im Bleckeder Stadtgebiet in den letzen fünf Jahren relativ konstant geblieben. „Das Durchschnittsalter allerdings ist steigt an“, bemerkte Banse mit einem Appell an die Ortsgemeinde: „Erhaltet euch die Hilfe im eigenen Ort. Keine Hilfe ist schneller.“
Zu Hilfe kamen die Kameraden der Breetzer Wehr im vergangenen Jahr Bürgern in sieben Fällen. Sie rückten aus bei einem Großflächenbrand in Alt Garge, einem Schornsteinbrand, einer heftig rauchenden Grillparty in Bleckede und für vier technische Hilfeleistungen. Ohne den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehren, nicht nur aus Breetze, wäre der Jubiläumswald, den die Kindergarten- und Grundschulkinder der Stadt zur 800-Jahr-Feier Bleckedes am Thomasburger Weg angelegt haben, wegen der anschließenden Trockenheit sicherlich nicht zum Wachsen gekommen. Das Osterfeuer fand in Breetze erstmals bereits am Gründonnerstag statt. „So ist das Osterfest uns nicht ganz verloren gegangen“, freute sich Ortsbrandmeister Dahms. Auch die starke, positive Resonanz der Bevölkerung auf die Wagen der Feuerwehren beim Festumzug zur 800-Jahr-Feier in Bleckede blieb in Breetze in guter Erinnerung. –EP-Redaktion/lh-
