23.02.2010

Im Galopp durch die Tagesordnung

Der neue Vorstand schwenkt vom Barock zur Military (v.l.n.r.): Freizeit- und Sportwartin Gisela Kaußen, Jugendwartin Maren Ludwig, Kassenwart Reinhard Müller, Geschäftsführerin Petra Heiseke-Kiefer, Presse- und Schriftwartin Stanja Wulf, 1. Vorsitzender Hans-Joachim Baransky und 2. Vorsitzender Matthias Einhäuser

Der neue Vorstand schwenkt vom Barock zur Military (v.l.n.r.): Freizeit- und Sportwartin Gisela Kaußen, Jugendwartin Maren Ludwig, Kassenwart Reinhard Müller, Geschäftsführerin Petra Heiseke-Kiefer, Presse- und Schriftwartin Stanja Wulf, 1. Vorsitzender Hans-Joachim Baransky und 2. Vorsitzender Matthias Einhäuser

Nahrendorf. Die Zeiten des üppigen Barock scheinen verflogen im Reit- und Fahrverein Dahlenburg. Anstatt sich - manchmal vielleicht etwas überschwänglich - genüsslich zu zelebrieren, vollführt der Vorstand (EP berichtete) unter Hans-Joachim Baransky und Matthias Einhäuser eine Volte und preschte am vorletzten Freitag im Nahrendorfer Gasthof Bartels in Rekordzeit durch die Tagesordnung wie durch einen verkürzten Stech-Parcours. Unterstützend wirkte das zu der Zeit noch extrem winterliche Wetter, das einzelne Spartenvertreter am Kommen hinderte. Zwar konnte der 1. Vorsitzende Nahrendorfs Bürgermeister Uwe Meyer begrüßen, doch den „guten Geist“, Kassenwartin Elke Scharrenberg, hatte der Schnee in Hamburg festgehalten. Sie steht nach 25 Jahren für das Amt nicht mehr zur Verfügung und hinterlässt eine ordentlich geführte Kasse, wie die ‚Spontanprüfung’ bestätigte, in der größere Ausgaben (Turnier, Wasserleitung, allgemeine Kosten) bei nicht im gleichen Maße steigenden Einnahmen natürlich Spuren hinterlassen haben, wusste der erste Vorsitzende zu berichten. Der Verein bedankte sich zunächst aus der Ferne für ihr Engagement - alles andere wird nachgeholt - und wählte den ‚passiven’ Reiter Reinhard Müller zum neuen Kassenwart. Auch Beate Kaußen zog sich aus der Vorstandsarbeit zurück, weiterer Nachwuchs ist ihr guter Grund, schnell war Petra Heiseke-Kiefer bereit, ihre Nachfolge als Geschäftsführerin anzutreten.

Veranstaltungen, wie die Late-Entry der Niedersächsichen Dressurreiter und das Hallenturnier auf dem Margarethendorf, das Sommerturnier in Nahrendorf, Aktivitäten der Jugendwartin Maren Ludwig, die Hubertusjagd oder das Freizeitreitwochenende in Lüneburger Heide prägten das vergangene Jahr für die rund 230 Mitglieder. Martina Koopmann ließ ausrichten, dass immer mehr Eltern mit ihren reitbegeisterten Kindern gemeinsam den ‚Basispass Pferdekunde’ machen, eine schöne Entwicklung. Noch immer sind die Voltigierer auf der Suche nach einem bezahlbaren Pferd, das auf Turnieren in die Hufabdrücke des inzwischen in die Jahre gekommenen Routiniers Pit treten kann.

 

Zwei klare Linien

Zwei erste Plätze in der E-Dressur, einer in der A-Dressur und ganz oft weit vorne mit dabei - für ihre Turniererfolge ehrte der Verein Nina von Beuningen. Erfolgreichste Reiterin des Vereins wurde Petra Heiseke-Kiefer mit 1. Plätzen in der Eignungsprüfung A, Springen A und L sowie weiteren zahlreichen Platzierungen und den 2. Platz in der Kreismeisterschaft.

Ein neues Konzept will der Verein für das jährliche Turnier im August entwickeln. Immer wieder einfach nur möglichst viele Wettbewerbe in einen engen Zeitplan zu zwängen, und damit alle zwei Jahre gegen starke Konkurrenz anzutreten, das erscheint nicht mehr zeitgemäß und wird den vielen unterschiedlichen Teilnehmern auch nicht gerecht. Lieber wolle man sich spezialisieren und in den ungeraden Jahren ein reines Jugendturnier veranstalten, bei dem der Nachwuchs von der Führzügelklasse an die gebührende Aufmerksamkeit erfährt. In den geraden Jahren könne man dann das Turniergeschehen auf zwei Tage konzentrieren und vielleicht nach ein paar Sternen mehr greifen. 2010 soll es noch ein M-Springen mit zwei Sternen geben, aber wer weiß, vielleicht ist bald wieder einmal die S-Klasse drin?

Mit diesen beiden klaren Linien hofft der Verein, nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für Sponsoren attraktiver zu werden und auch für Fördermittel durchsichtigere Strukturen bieten zu können, erläuterte der 2. Vorsitzende Matthias Einhäuser nach der Versammlung ausführlich. 

Nachrichten aus dem Landkreis Lüneburg und der Elbtalaue