23.03.2010

Hausaufgaben gemacht

Die Entlassenen und Neuen in den Kommandos der Feuerwehren der Samtgemeinde Ostheide: hinten (v.l.) Malte Lembke, Heinrich Jürgen Steinhauer, Karl-Heinz Oldenburg, Wolfgang Adler, Andreas Seidenkranz und Wilfried Niebur. (Es fehlen Heidi Richter und Frank Gäbel, FF Holzen); vorn (v.l.) Jens Layher, Dennis Leuenberger, Björn Mieschel, Jens Pfeiffer, Horst Holtmann

Die Entlassenen und Neuen in den Kommandos der Feuerwehren der Samtgemeinde Ostheide: hinten (v.l.) Malte Lembke, Heinrich Jürgen Steinhauer, Karl-Heinz Oldenburg, Wolfgang Adler, Andreas Seidenkranz und Wilfried Niebur. (Es fehlen Heidi Richter und Frank Gäbel, FF Holzen); vorn (v.l.) Jens Layher, Dennis Leuenberger, Björn Mieschel, Jens Pfeiffer, Horst Holtmann

Bavendorf. Die 23. Änderung und Digitalisierung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Neetze ist in „trockenen Tüchern“. Silke Wübbenhorst vom Lüneburger Planungsbüro Ute Cremer stellte auf der jüngsten Sitzung der Samtgemeinde Ostheide, Vorsitz Heinz Hagemann, den letzten Planungsstand vor. Sie umfassen insgesamt vierzehn Änderungsbereiche, sieben Wohnbauflächen und sieben Naturschutzbereiche als Kompensationsflächen. Davon betroffen sind der Holunderweg, der Rosentalerweg, der Barskamper Weg, von Estorff-Straße/Süttorfer Weg und die Holzer Straße.

Am Honenberg werden insgesamt dreißig neue Baugrundstücke erschlossen, im Wedenkamp sind es zwanzig. Nachdem in der Auslegungsphase keine weiteren Anregungen und Bedenken eingegangen waren, konnten auch die Ratsmitglieder durchwinken. Ihr Beschluss war einstimmig. „Die Samtgemeinde hat sich an dem Machbaren orientiert. Dass keine Bedenken vorgetragen wurden, bedeutet, dass wir unsere Hausaufgaben gemacht haben“, so der Vorsitzende des Bauausschuss, Karsten Reich. Mensch, Natur und Wirtschaft - alles könne sich gut entwickeln. Reich dankte dem Planungsbüro, dem Bauausschuss und der Verwaltung. „Die Wünsche, die wir Neetzer hatten, sind alle in der Planung eingeflossen“, lobte auch Heinz Ehrlich die Arbeit des Planungsbüros.

 

Windpark und Friedwald verschoben

Zu Beginn der Sitzung teilte Samtgemeindebürgermeister Norbert Meyer mit, dass die Firma Manzke eine Mineralstoffdeponie in der Gemarkung Vastorf plant. Dafür müsse ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden. Die Firma werde demnächst direkt mit den Anliegern in Kontakt treten. Ferner gab Meyer bekannt, dass die diesjährige Sportlerehrung der Samtgemeinde am 9. April stattfinden wird. Die vorgesehenen Tagesordnungspunkte 5 - Berichtigung der Vorrangfläche für Windenergieanlagen in der Gemarkung Barendorf/Vastorf und 6 - Beratung und Beschlussfassung über die Einrichtung eines Friedwaldes wurden auf Antrag auf die nächsten Samtgemeinderatssitzung verschoben. -EP-Redaktion/swr-

 

 Resolution zum Atomausstieg

Bavendorf. In der jüngsten Samtgemeinderatssitzung wurde über eine Resolution der Gruppe SPD/Grüne zum Atomausstieg abgestimmt. Die Gruppenvorsitzende Brigitte Mertz (SPD) trug den Gruppenantrag vor: „Die Samtgemeinde Ostheide fordert die Bundesregierung, den Deutschen Bundestag und den Bundesrat nachdrücklich auf, wie beschlossen aus der Atomwirtschaft auszusteigen und alle zur Subvention dieser Industrie vorgesehenen finanziellen Mittel zur Weiterentwicklung der Nutzung von regenerativen Energien zur Verfügung zu stellen. An den Bundespräsidenten richtet die Samtgemeinde Ostheide die Bitte, „die Verfassungsmäßigkeit einer ihm vorgelegten Novelle zum Atomgesetz prüfen zu lassen und solange seine Unterschrift zu versagen, bis eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vorliegt.“

 

Die Gruppe begründet ihren Antrag damit, dass die Vorfälle der letzten Jahrzehnte deutlich gezeigt haben, dass der im Jahre 2000 beschlossene Atomausstieg bis 2021 der richtige Weg sei. Ein Aufheben des Ausstiegs hätte zur Folge, dass weiterhin Atommüll produziert werde, ohne dass die Entsorgungsfrage geklärt sei. Die Samtgemeinde Ostheide sei direkt betroffen durch ein mögliches Endlager in Gorleben, sowie durch die dort hinführenden Atommülltransporte. „Wer kann garantieren, dass sich ein Unglück wie in der Asse in Gorleben nicht ereignet?“, so die Verfasser der Resolution. Auch die Nähe zu dem störanfälligen AKW Krümmel stelle eine stete Bedrohung der örtlichen Bevölkerung dar. „Die Sicherheit der Bürger geht vor. Daher darf am Atomkonsens nicht gerüttelt werden“, schloss Mertz.

Meinhard Perschel verlas eine Stellungnahme der Gruppe CDU/FDP. Darin heißt es, dass die Gruppe den Antrag der Gruppe SPD/Grünen respektiere und ihr in Teilen auch zustimme. Allerdings beziehe sich die Resolution auf die Regierungsvereinbarung aus dem Jahre 2000. Dass eine andere Regierungskoalition die Energieversorgung neu bewerte und zu anderen Ergebnissen komme, sei legitim, heißt es. Grundsätzlich setze auch die neue Regierung auf die regenativen Energien und wolle diese weiterentwickeln und fördern. Sie schätze aber ein, dass auf einen Energiemix, insbesondere bei den fossilen Brennstoffen, ab dem Jahr 2020 noch nicht vollständig verzichtet werden könne. „Ich persönlich halte die Verlängerung von einigen wenigen AKWs als sogenannte Brückentechnologie für akzeptabel“, so der Vorsitzende der Gruppe, „weil ich eine moderate Laufzeitverlängerung à la Röttgen bei den nach aufsichtsbehördlicher Einschätzung sicheren AKWs für richtig halte.“ Und wenn die Gegner mit ihrer Einschätzung, dass Salz ungeeignet sei, richtig liegen, dann müsse auch nicht befürchtet werden, dass Gorleben zum Endlager erklärt werde. „Also warum das Moratorium erhalten?“, heißt es weiter in der Erklärung. Der Samtgemeinderat beschloss die Resolution der Gruppe SPD/Grüne mit drei Enthaltungen und einer Gegenstimme. -EP-Redaktion/swr-

 

Ehrenbeamte der Freiwilligen Feuerwehr entlassen und ernannt

Barendorf. Im Mittelpunkt der letzten Samtgemeinderatssitzung standen auch Entlassungen und Ernennungen von Führungskräften der Ortsfeuerwehren. Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Oldenburg gab seinen letzten Bericht ab. Im Jahr 2009 mussten die Feuerwehren der Samtgemeinde zu 17 Brandeinsätzen und 25 Hilfeleistungen ausrücken, die von 401 Feuerwehrfrauen und -männern in hervorragender Weise abgearbeitet wurden. Insgesamt wurden im zurückliegenden Jahr 26.426 Stunden für Übung und Einsatz aufgewendet.

 

In der Jugendarbeit gebe es eine positive Bilanz: Zurzeit werden 90 Jugendliche und 35 Kinder in den Jugend- und Kinderfeuerwehren ausgebildet. Es konnten zwei neue Kinderfeuerwehren etabliert werden.

Samtgemeindebürgermeister Norbert Meyer bedankte sich für die Ausführungen von Oldenburg und erinnerte an dessen einzigartige Laufbahn: Karl-Heinz Oldenburg führte seit 2004 die Feuerwehren der Samtgemeinde Ostheide als Gemeindebrandmeister, bereits seit 1997 war er Stellvertreter. Er trat 1970 in die Jugendfeuerwehr Rullstorf ein. Von 1987 bis 1998 war er stellvertretender Gemeindejugendwart und von 1993 bis 1999 stellvertretender Ortsbrandmeister der Feuerwehr Neetze.

Zu Oldenburgs Nachfolger wurde sein bisheriger Stellvertreter Horst Holtmann gewählt. Neuer stellvertretender Gemeindebrandmeister wurde Andreas Seidenkranz. Beide wurden in der Sitzung offiziell ernannt. Die langjährigen Ortsbrandmeister Heinrich Jürgen Steinhauer (FF Bavendorf) und Wolfgang Adler (FF Radenbeck) wurden aus ihren Ämtern verabschiedet, ebenso wie Ortsbrandmeister Wolfgang Niebur (FF Wendhausen), der aber im Dienst bleibt. Heidi Richter und Frank Gäbel (FF Holzen) scheiden ganz aus dem FF-Dienst aus.

Neu ernannt beziehungsweise in ihren Ämtern bestätigt wurden Jens Pfeiffer als Ortsbrandmeister der FF Bavendorf und Malte Lembke als sein Stellvertreter, Björn Mieschel als Ortsbrandmeister der FF Radenbeck, Jens Layher, stellvertretender Ortsbrandmeister der FF Wendhausen und Dennis Leuenberger als Ortsbrandmeister der FF Vastorf. Meyer nahm den Kameraden den feierlichen Amtseid ab und wünschte ihnen für ihre Aufgaben alles Gute. -EP-Redaktion/swr- 

Nachrichten aus dem Landkreis Lüneburg und der Elbtalaue