23.03.2010

Geschichtsbewusstsein in Dahlenburg

Der Turm als Vogelhäuschen

Der Turm als Vogelhäuschen

Dahlenburg. Die bisher 15 Mitglieder der ‚Turmfreunde Dahlenburg’ unter der Leitung von Markus Dauber haben sich ein Ziel gesetzt, das sehr ambitioniert ist: Sie wollen den alten Wasserturm am Fürstenwall nicht nur erhalten, sondern auch eine sinnvolle und von den Dahlenburger Bürgern akzeptierte Nutzung möglich machen. Ungewöhnlich an diesem Projekt ist, dass der Turm so eng umbaut ist mit Wohnhäusern und der Fürstenwallschule. Viele Ideen scheitern schon daran scheitern. Stärker wahrgenommen wird der Turm erst, seitdem er zeitweise beleuchtet ist.

Unter dem Motto ‚der Turm erzählt’ wurde von einer Hamburger Journalistin ein Schreibwettbewerb angestoßen, um mehr über den Turm und seine Geschichte zu erfahren. Gegenwärtig ist er noch Eigentum des E-Werks, das die Entwicklung um den Turm positiv begleitet. Architekt und Statiker haben hervorgehoben, dass aus ihrer Sicht eine Nutzung der einzelnen Ebenen (je 16 Quadratmeter) möglich ist. Aber was lässt sich sinnvoll und finanzierbar in die Realität umsetzen? Ganz oben ein Trauzimmer? Kann man Musik, Sport, Lesen und Gäste zusammenbringen und wie? Die Architektin hat einen Vorschlag erarbeitet wie über eine Außentreppe die einzelnen Ebenen erreicht werden könnten. Eine Innentreppe ist aus baulichen Gründen nicht herstellbar. Und die Frage des Geldes spielt natürlich auch eine Rolle. Um Einnahmen zu generieren haben die kreativen Vereinsmitglieder zum Beispiel Vogelhäuschen entworfen und gebaut, gläserne Becher und Kugelschreiber in Auftrag gegeben, sich mit einem Türchen am begehbaren Adventskalender beteiligt und sinnen nun darüber nach, ob und wie der Turm als solcher mit mehr Aufmerksamkeit bedacht werden kann: umlaufende Banner als ungewöhnliche Werbeflächen? Banner an Spannseilen führen bei Sturm zu sehr starker Lärmbelästigung. Eine andere Idee wäre eine Lichtprojektion auf den Turm, wenigstens seine Spitze ist ja recht weit zu sehen. Bei professioneller Werbung (um die Kosten für die Baumaßnahmen zu erwirtschaften) wäre jedoch die Gemeinnützigkeit des Vereins in Gefahr. Und so sind von dem jungen Verein noch immer eine Vielzahl von Fragen zu klären und Ideen zu produzieren.

Dauber verteilte Mini-Gießkannen mit bunter Perlen (Liebesperlen), um das Wachsen solcher Ideen symbolisch zu unterstützen. Der ideelle Schwung der Turmschützer wird noch lange gebraucht werden, um ein Ziel zu erreichen, mit dem sich möglichst viele DahlenburgerInnen identifizieren können! -EP-Redaktion/ez-

 

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