22.11.2011

Gäste drehten das Spiel nach zweimaligem Rückstand

Torflaute vorbei, Alexander Rodin dreht jubelnd ab, er erzielte per Kopfball den 1:1-Ausgleich gegen den TSV Gellersen II

Torflaute vorbei, Alexander Rodin dreht jubelnd ab, er erzielte per Kopfball den 1:1-Ausgleich gegen den TSV Gellersen II

Westergellersen. Es bedurfte in der zweiten Halbzeit schon einer gewaltigen Kraftanstrengung der Dahlenburger Gäste, um gegen den TSV Gellersen II als Sieger vom Platz zu gehen. Danach sah es bis zur 70. Spielminute nicht aus. Obwohl der DSK die Partie von Anfang an bestimmte und sich wieder einmal eine Reihe hochkarätiger Tormöglichkeiten erspielte, gelang es den Gästen nicht, einen Treffer zu erzielen. Immer wieder scheiterte die DSK-Offensive, wie in den Spielen vorher, an ihrer Abschlussschwäche. Schuhmann in der zweiten, Rodin in der sechsten und Grzyb in der zehnten Spielminute vergaben jeweils gute Tormöglichkeiten in der Anfangsphase. Die Gastgeber kamen bis auf einige gefahrlose Konterversuche nicht vor das Dahlenburger Tor. Dafür standen sie in der Abwehr tief und erwehrten sich der Dahlenburger Angriffswellen mit einer teilweise rustikalen Spielweise. Der DSK tat sich schwer das Spiel zu machen, blieb immer wieder in der vielbeinigen TSV-Abwehr hängen, agierte im Abschluss zu ungenau und zu unkonzentriert. Nach einem eher harmlosen Konterangriff über die linke Seite brachte die DSK-Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone und so konnte Lukas Hein nach einem schönen Zuspiel in die Mitte mit einem strammen Schuss in die lange Torecke zum vollkommen überraschenden Spielstand von 1:0 für die Heimmannschaft treffen. Der Spielverlauf war zu diesem Zeitpunkt total auf den Kopf gestellt, der DSK hatte bis dahin 4-5 hochkarätige Torchancen, während die Gastgeber aus ihrer einzigen Möglichkeit die 1:0-Führung erzielten. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeit und die Gäste setzten ihr druckvolles Spiel auf das TSV Tor fort, ohne jedoch aus ihren teilweise hundertprozentigen Torchancen zum Erfolg zu kommen.

DSK-Überlegenheit wurde in der Schlussphase belohnt

Erst in der 51. Minute konnte Alexander Rodin durch einen Kopfball nach einer Flanke von Frederik Rust den hochverdienten 1:1-Ausgleich herstellen. Die Gäste dominierten weiterhin das Spielgeschehen, vergaben aber wieder einmal im Minutentakt weitere klare Torchancen und hätten nach normalem Spielverlauf bereits mit 4-5 Treffern führen müssen. In die DSK-Überlegenheit hinein erzielten die Gastgeber in der 72. Spielminute erneut den überraschenden zweiten Treffer. Nach einem Eckball von der linken Seite kommt Jörn Putensen am kurzen Pfosten mit dem Kopf vor DSK-Torhüter Jan Taeger an den Ball und verlängert in die ungedeckte lange Ecke zur 2:1-Führung. Der DSK ließ sich dadurch nicht entmutigen, kämpfte tapfer weiter und setzte das Gästetor massiv unter Druck. Es folgten sogenannte hundertprozentige Torchancen in kurzer Folge, die von Maschke, Rodin, Rust, Lars Schulz und dem inzwischen eingewechselten Lenz vergeben wurden. Die TSV-Abwehr konnte dem Druck der Gäste nicht weiter standhalten und musste in 80. Spielminute durch Nico Maschke den 2:2-Ausgleich hinnehmen. Vier Minuten später erlöste Steffen Grzyb seine Mannschaft und dem mitgereisten DSK-Anhang mit der 3:2-Führung. Nach einem Freistoß von der rechten Seite kann Grzyb das Leder aus einem Gewühl heraus zum hochverdienten Siegtreffer für die Gäste über die Torlinie bugsieren. Obwohl die Dahlenburger über die gesamte Spielzeit hoch überlegen waren, das Spiel bestimmten und acht bis zehn hochkarätige Tormöglichkeiten hatten, kann aufgrund ihrer Abschlussschwäche dennoch von einem glücklichen Spielausgang gesprochen werden. Wieder einmal hat sich gezeigt, dass die Mannschaft von Michael Bucholz bis zum gegnerischen Strafraum gut spielt, dann jedoch zu fahrlässig, zu unüberlegt und zu überhastet mit den guten Tormöglichkeiten umgeht. Wenn der DSK diese Schwäche abstellen könnte, würde das Team mit Sicherheit um die Meisterschaft mitspielen.

 

Der DSK spielte in folgender Besetzung: Taeger, Schröder, Thiedemann (75. Lenz), Krebs (46. Grzonkowski), Maschke, L. Schulz, M. Schulz, Grzyb, Schuhmann, Rust und Rodin. -EZ-Redaktion/jw-

Nachrichten aus dem Landkreis Lüneburg und der Elbtalaue