24.11.2011

Forderung nach Transport-Stopp für Castor

Die Bürger machen mobil. Vielerorts werden zum Wochenende starke Protestbewegungen erwartet.

Die Bürger machen mobil. Vielerorts werden zum Wochenende starke Protestbewegungen erwartet.

Lüneburg. Fast rollte er schon, aber der neu gewählte Kreistag wollte am Montag dennoch ein deutliches Zeichen setzen und forderte einen Transport-Stopp für die elf Castor-Behälter, die sich ab Mitte der Woche in La Hague in Bewegung setzen sollen. SPD/Grüne brachten einen Änderungsantrag ein, der auf einem Antrag der Fraktion Die Linke fußt. Dieser forderte die Erarbeitung eines Katastrophenschutzplanes. Der neue Antrag wurde um die Punkte „Forderung nach Absage des Castor-Transports“, „Aufbau sachbezogener Informationsquellen“ und „Ermunterung der Bürgerinnen und Bürger zum friedlichen Protest“ erweitert. Miriam Staudte (Grüne) trug ihn vor. Ihre Gruppe war sich einig, dass der Transport nie hätte genehmigt werden dürfen. Damit würde ein ungeeigneter Standort als Endlager manifestiert.

Alexander Blume von der CDU monierte, dass der Antrag viel zu spät komme. Den Linken warf er „Panikmache“ vor, den Grünen „Aktionismus“. Es sei nicht der richtige Zeitpunkt für solche Forderungen. Die SPD-Kreistags- und Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers entgegnete, dass man da auf Landesebene weiter sei. Selbst Ministerpräsident McAllister hätte gefordert, Gorleben aus der Endlagersuche herauszunehmen. Und einen falschen Zeitpunkt gebe es für solche Anträge nicht. So wurde der Antrag mehrheitlich angenommen. Lediglich die Gruppe CDU/RRP und Birgit Schellmann von der FDP enthielten sich der Stimme. Die Fraktion Die Linke war mit dem Ergebnis sehr zufrieden und Fraktionsvorsitzender Frank Stoll zog den eigenen Antrag zurück. -EZ-Redaktion/stb-

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