01.12.2011

Erster Ortstermin war der Deichbau in Alt Garge

Spundwand hinter Mahlbusen

Spundwand hinter Mahlbusen

Alt Garge. Die Wachsamkeit und das Interesse der Alt Garger Bevölkerung am Deichbau hat seit den hochwasserbedingten Sander-Besuchen nicht nachgelassen. Etwa 20 Bürger begleiteten den Ausschuss beim Rundgang über einen Teil des endgültigen Deiches. Am Dienstag war der erste Außentermin für die neu ernannten Ausschussmitglieder um den Vorsitzenden Manfred Kruse. Wegen der Vordringlichkeit des Hochwasserschutzthemas war es fast zwangsläufig, sich sehr früh vor Ort ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten zu machen. Auch wenn durch sehr geringe Niederschläge in den letzten Monaten der Wasserstand der Elbe keine Sorgen bereitet, mahnen die Hochwassersituationen im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts zur Eile.

Für den NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) gab Michael Sprätz einen Überblick über die bisher geleisteten und vorbereiteten Arbeiten, den Kostenrahmen und die Zeitschiene. Von den geplanten 4,5 Millionen Euro sind rund 1 Millionen Euro ausgegeben und 2,5 Millionen Euro verplant. Die vorgesehene Zeitplanung ist gegenwärtig deutlich unterschritten. Die Gruppe machte dann auf Vorschlag von Sprätz einen Besichtigungsgang zu dem Teil, der als Spundwand angelegt werden musste, weil nicht genügend Platz für einen vorschriftsmäßigen grünen Deich vorhanden ist. Es sei denn, man hätte viele alte Eichen gefällt. Dafür aber konnte sich der Naturschutz nicht erwärmen. Gerade in diesem unfertigen Zustand lässt sich der Arbeitsumfang erahnen. Dass bereits 30.000 Kubikmeter Sand und Kleie bewegt und 348 Doppelbohlen zu 75 % ihrer Länge in den Boden gerammt wurden, hinterlässt bei den Betrachtern einen großen Eindruck.

Das Regenrückhaltebecken Stiepelser Straße, in das Wasser geleitet wird, wenn Hochwasser, Starkregen und zum Beispiel Schneeschmelze zusammentreffen, ist weitgehend fertig.

Bürgermeister Böther dankte den beteiligten Firmen ausdrücklich für die bisher geleistete hervorragende Arbeit und betonte, wie entspannt das Klima auch bei unterschiedlichen Interessen sei. Die Hand-in-Hand-Arbeit der verschiedenen Stellen spart Zeit, Geld und Nerven. Böther hofft, dass die Aufgaben auch künftig so einvernehmlich abgearbeitet werden können. -EZ-Redaktion/ebz

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