11.03.2010

Ein gutes Lob ist Goldes wert

Bezirkspräsident Erwin Rose, stellvertretender Schriftführer Hans Jürgen Kluck, stellvertretende Jugendsportleiterin Heidrun Isermann, Bezirksobersportleiter Rainer Stein und der Präsident des NWDSB Jonny Otten.

Bezirkspräsident Erwin Rose, stellvertretender Schriftführer Hans Jürgen Kluck, stellvertretende Jugendsportleiterin Heidrun Isermann, Bezirksobersportleiter Rainer Stein und der Präsident des NWDSB Jonny Otten.

Bleckede. Die diesjährige Delegiertenversammlung des Bezirksschützenverbandes Lüneburg fand im ‚Bleckeder Haus’ statt. Bezirkspräsident Erwin Rose konnte zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft begrüßen. Landrat Manfred Nahrstedt hob in seiner Ansprache die Bedeutung des Ehrenamtes hervor und zeichnete mit der Silbermünze des Landkreises Lüneburg Margot-Hoppe Wiechette vom Schützenverein Scharnebeck und Hans Müller vom Schützenverein Oldendorf (Luhe) aus. „Ein gutes Lob ist Goldes wert“, mit diesem geflügelten Wort leitete Rose seinen Jahresbericht ein und bedankte sich im Namen aller Mitglieder des Präsidiums bei allen ehrenamtlichen Schützenschwestern und Schützenbrüdern, die im vergangenem Jahr durch ihren Einsatz das Bezirksschützenwesen „hochgehalten“ hatten. Dann wurde er jedoch ernst. „Zunächst möchte ich auf die nicht erfreuliche Tatsache hinweisen, dass der Mitgliederstand im vergangenem Jahr um 88 auf 6.074 zurückgegangen ist. Diese Entwicklung macht mir große Sorgen. Wir treten weiter auf der Stelle.“ Zuwächse gebe es nur in den Vereinen, die sich öffnen und Neues schaffen oder Bestehendes ausbauen würden, alle anderen Vereine verzeichneten einen Mitgliederrückgang. Eine Chance für die Nachwuchsgewinnung sei das Lichtschießen, mit dem Kinder unter 10 Jahren zum Sportschießen geführt werden könnten. Mit Luftdruckwaffen dürften Kinder nach dem Waffengesetz erst ab 12 Jahren schießen, dann hätten sie sich längst für andere Sportarten entschieden, so Rose. Doch auch die älteren Schützen „müssen mit Seniorennachmittagen, Skat oder Spielveranstaltungen bei der Stange gehalten werden“.

Besonders bei Veranstaltungen zeigen die Vereine, was sie wirklich können, sie bieten in ihren Gemeinden und Städten der Bevölkerung nicht nur ein schönes Fest, sondern sie leben Tradition und tragen sie weiter. Rose führte weiter aus, dass die Vereine es verständen, Tradition, Brauchtum und Neuzeitliches miteinander zu verbinden. Und darüber hinaus fänden sie Anerkennung bei den Politikern und in der Bevölkerung sowie in Kreisen und Kommunen, denen er genauso für ihre finanzielle Unterstützung danke wie dem Kreissportbund.

Allerdings sinke die Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, stellte Rose fest. Immer weniger seien bereit, Vorstandsarbeit zu übernehmen, die Vorstände sollten rechtzeitig die Weichen für eine geordnete Weiterführung stellen. „Bindet die jungen Vereinsmitglieder rechtzeitig mit in die Vereinsarbeit ein“, appellierte der Bezirkspräsident. „Kernbegriffe des Miteinanders sind Freunde und Freude. Solange es Spaß macht, mitzumachen, solange es Freunde gibt, die zusammenstehen, hat Brauchtum Bedeutung, über das fröhliche Feiern hinaus.“

Vizepräsident Gerd Burmester leitete die Wahlen, die im Falle des Bezirkspräsidenten geheim zu erfolgen hatte. Sämtliche Ergebnisse fielen fast einstimmig aus. Gewählt wurden: zum Bezirkspräsidenten Erwin Rose, zum Obersportleiter Rainer Stein, zum stellvertretenden Schriftführer Hans-Jürgen Kluck und zur stellvertretenden Jugendsportleiterin Heidrun Isermann. Zu den ersten Gratulanten zählte der Präsident Jonny Otten vom NWDSB. –EP-Redaktion/bk-

Nachrichten aus dem Landkreis Lüneburg und der Elbtalaue