De Elv geiht

Vordergrund v.l.: Umweltminister Hans-Heinrich Sander, die Wettpaten links und rechts von Sander, Erich Panz und Rolf Lohmann, Bürgermeister Jans Kaidas, mit Mikrofon Landrat Manfred Nahrstedt (natürlich mit rotem Schal).
Hohnstorf. Zur 17. Eiswette in Hohnstorf konnte Bürgermeister Jens Kaidas wieder einiges in Bewegung setzen. Vorweg genommen auch die Elbe, denn „De Elv geiht“, wurde von den Experten, Rolf Lohmann und Erich Panz, mit Boot und Fernrohr festgestellt. Während der Lauenburger Shanty-Chor ‚Die Kielschweine’ musikalisches zum Besten gaben, trafen viele Bürgerinnen, Bürger und Gäste zur Eiswette ein. Bürgermeister Kaidas begrüßte alle auf Plattdeutsch: „Hüt stah ick hier mit ein lachendes und ein weenendes Och, denn dütt is mien letzte Isswett als Bürgermeister und mien beiden Wettpaten und Experten Fischer Erich Panz und Schipper Rolf Lohmann gaat ok mit in den Ruhestand. De Isswett geht aber wieder, denn et kummt een nieer Bürgermeister und de Wettpaten ward die Kinder von uns jetzigen Experten, somit veraarft see ehren Job an de göörn.“
Das waren die ersten Überraschungen, denn eine Eiswette ohne das ‚Dreigestirn von de Haunstörper Elv’ ist aus heutiger Sicht kaum denkbar. Die zweite Überraschung war der geladene Gast, der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander war mit Gattin zur Eiswette gekommen. Ebenfalls begrüßt wurde der Landrat Manfred Nahrstedt: „Ick mutt dat hüüt mal seggen, mit sein Personal hät he richtige Probleme, denn de makt allens wat för Haunstörp nicht gaut ist.“ Auch der Samtgemeindebürgermeister aus Scharnebeck, Karl Tödter, bekam zur Begrüßung zu hören: „Wat het de Berliner Bürgermeister seggt? Ik bün schwul und dat ist gaud so. Dat seggt he nicht, he seggt: ik bün wedder in Haunstörp und dat is gaud so.“ Aus Lauenburg wurde der Bürgermeister Harald Heuer und der Bürgervorsteher Andreas Lojek begüßt: „De schmust jetzt mit Geesthacht.“ Weitere Gäste waren Joachim Budnik und Christoph Burmester von der Lauenburger Brüderschaft, vom Lauenburger Schifferverein Thomas Freidank und Ernst-Wilhelm Schulze sowie Jürgen Mahnecke von der Schiffsversicherung. Der Lüneburger Oberbürgermeister war durch Heiko Dörbaum vertreten. Einen kleinen Seitenhieb konnte sich Kaidas nicht verkneifen: „Man markt dat keen Wahlen sünd, denn keen Landtagsabgeordneter ut Lüneborg is hier, selbst de witte Kat aus Lüchow möss krankheitsbedingt abseggen.“
Nach den Neujahrsgrüßen des Umweltministers und des Landrates wurden die Experten bezüglich der Eiswette befragt, die dann ihre Feststellung bekundeten. Drei Präsentkörbe und drei Flaschen Sekt wurden bei der anschließenden Ziehung der Gewinner durch ein Mitglied der Jugendfeuerwehr Hohnstorf überreicht. Mit einem Matjes-Essen ging dann die Veranstaltung zu Ende. –EP-Redaktion/wh-
