03.12.2009

Dalli-dalli in die Ganztagsschule

Drei ganze Tage im Fürstenwall empfohlen, Integration muss noch ein bisschen warten – der Schulausschuss des Fleckens traf sich zu einer Dringlichkeitssitzung (v.l.) Joachim Dassinger, Dietmar Wittig, Ulrike Meyer (Fürstenwallschule), Uta Kraake, Viktor Trautmann, Arnfried Pischke, Franz-Josef Kamp und Birgit Michaelis

Drei ganze Tage im Fürstenwall empfohlen, Integration muss noch ein bisschen warten – der Schulausschuss des Fleckens traf sich zu einer Dringlichkeitssitzung (v.l.) Joachim Dassinger, Dietmar Wittig, Ulrike Meyer (Fürstenwallschule), Uta Kraake, Viktor Trautmann, Arnfried Pischke, Franz-Josef Kamp und Birgit Michaelis

Dahlenburg. Zu einer ‚Dringlichkeitssitzung’ trafen sich der Schul- und der Kulturausschuss des Fleckens Dahlenburg in der Grundschule am Fürstenwall. Der Begrüßung durch den Vorsitzenden Arnfried Pischke folgten zunächst kritische Anmerkungen. Im Kern waren sich die Mitglieder ja einig, dass die Ganztagsschule - wenn sie realistisch vorbereitet wird - eine gute Sache ist, nur die plötzliche Eilbedürftigkeit war nicht allen Mitgliedern einsichtig. Da wurde auf frühere Sitzungen verwiesen und andere einzuhaltende Termine, aber es konnten nicht alle überzeugt werden. Um Zeit für die wichtigeren Sachanträge zu haben, kürzte man diese Diskussion ab und kam zum Punkt.

Das Ganztagsschulkonzept kam nämlich sehr gut an, wurde als ausgewogen bewertet und die Ausgestaltung zielführend diskutiert. Das in einzelne Profile gegliederte Konzept umfasst unter dem Gesamtanspruch ‚Kreativität fördern - Kompetenzen erwerben’ Arbeitsstunden und Förderangebote, Workshops, Arbeitsgemeinschaften, Instrumentalunterricht und die Einbeziehung des Elternhauses als Partner der Schule. Der Schulelternrat hat der Errichtung einer Ganztagsschule für drei Tage wöchentlich bereits zugestimmt. Sieben Lehrkräfte sind bereit, in den Nachmittagsbereich zu gehen. Die erforderlichen Mittel müssen in den Haushalt 2010 eingestellt werden. An Kosten für die Erstausstattung mit entsprechenden Lehr- und Lernmitteln muss mit etwa 3.000 Euro gerechnet werden. Später wird es zu einem Mehraufwand von 20 Prozent jährlich kommen. Die Versorgung mit einem Mittagessen - wie auch jetzt - ist sichergestellt, allerdings muss darauf geachtet werden, dass dieses neue Angebot nicht mit dem pädagogische Mittagstisch, seinen Anforderungen und Möglichkeiten, kollidiert. Die Kommunikation zwischen Schule und ‚pädagogischem Mittagstisch’ ist zur Zeit verbesserungsfähig. Über die Details der Zusammenarbeit im Rahmen des Ganztagskonzepts wird es noch Gesprächsbedarf geben, da Erfahrungen für so eine Konstellation fehlen. Nach Befragung der Eltern würden 51 Kinder angemeldet werden, realistisch kann mit 40 Kindern gerechnet werden. Einzelheiten wie Küchennutzung, Geschirr und so weiter werden sicher einvernehmlich geklärt werden können.

Einstimmig empfahl der Ausschuss die Einrichtung einer Ganztagsschule am Fürstenwall. Gemeindedirektor Joachim Dassinger bedankte sich für die konstruktive Zusammenarbeit. Den nächsten Schritt allerdings wollte man noch nicht riskieren. Ausschussmitglied Franz-Josef Kamp begründete den Antrag auf Einführung eines regionalen Integrationskonzeptes unter anderem mit der Aussicht auf zusätzliche Lehrerstunden. In den ersten und zweiten Klassen müssten derzeit alle Kinder ohne zusätzliche Lehrerstunden aufgenommen werden. Wenn aber ein Integrationskonzept vorliege und die Umsetzung beantragt werde, würden zusätzliche Lehrerstunden zur Verfügung gestellt. - Die Schulleitung möchte jedoch in der Einführungsphase der Ganztagsschule nicht auch noch ein neues Konzept erproben. Es spreche durchaus einiges für die Integrationsidee, für eine Beschlussempfehlung sei es jedoch noch zu früh. Die begonnene Diskussion gelte als Denkanstoss, mit dessen Umsetzung man möglicherweise 2011 starten zu könne. –EP-Redaktion/ez-

Nachrichten aus dem Landkreis Lüneburg und der Elbtalaue