Brandlöscher und Baumeister
Wendewisch. Es war ja so einiges los in Wendewisch, das den Einsatz der Feuerwehrleute forderte, aber das größte Erlebnis war sicher die Fertigstellung des Feuerwehrhauses als künftige Heimat der Brandschützer. Ortsbrandmeister Burkhard Popp konnte eine beeindruckende Bilanz ziehen: 8.200 Stunden, das entspricht ungefähr 4 ‚Arbeitsjahren’, die die Wendewischer Kameraden für ihren Ortsteil erbracht hatten. Das ist eine gewaltige Leistung und sagt viel über das Miteinander und den Zusammenhalt in der Wehr aus. Da scheint der Egoismus – der weite Teile unserer Gesellschaft fest im Griff hat – unter dem Grundstein verbuddelt worden zu sein.
Die Außenanlagen sind nun im Programm Dorferneuerung eingeplant. Axel Bockelmann baute die Schränke für den Jugendfeuerwehrraum mit dem Material, das der Förderverein zur Verfügung gestellt hat. Dass daneben auch noch Aus- und Weiterbildung zu Truppführern und Maschinisten, Kurse, wie der Kettensägenlehrgang, Erste Hilfe oder PKW-Rettung, ernsthaft und dankbar wahrgenommen und darüber hinaus 3 Einsätze abgearbeitet wurden, rundet das Bild ab.
Ein Teil des Feuerwehrlebens gilt der Attraktivität des Dorflebens und dem Zusammenhalt der BewohnerInnen. 2009 wurde gegrillt, geschossen, gekegelt, das traditionelle Osterfeuer entfacht und so ein bunter Angebotsstrauß für die ganze Familie gebunden. Zudem wurden etliche Aufgaben für das Gelingen der 800-Jahr-Feier in Bleckede übernommen. Bei so einem umfangreichen Programm erwartet man eine sehr große Zahl von Mitgliedern, aber mit 29 Aktiven, 8 in der Altersabteilung, 8 in der Jugendfeuerwehr (2 fast zehnjährige schnuppern schon mal) und den fördernden Mitgliedern ist die handelnde und planende Anzahl durchaus noch überschaubar. Burkhard Popp hatte also allen Grund, etlichen sehr aktiv Mitwirkenden zu danken für Hilfe, Mitdenken und Mithandeln und tat dies ausgesprochen gern.
Die Jugendfeuerwehr – zur Zeit 3 Mädchen und 5 Jungen – hat sich im vergangenen Jahr zahlenmäßig nicht verändert. Bereits im Januar wurde mit dem Übungsdienst begonnen, um sich auf die Jugendflamme 1 vorzubereiten. Sarah Bockelmann und Jessika Peters haben die Prüfungen erfolgreich gemeistert. Schon die Jugendlichen geraten zeitweise in Terminnot, wenn sie Aufgaben der Feuerwehr mit ihren Ausbildungsaktivitäten koordinieren müssen.
Trotzdem konnten Kevin Barckhan und Laura Bockelmann an der Delegiertenversammlung in Dahlenburg teilnehmen. Ferner machte man beim Quizturnier in Scharnebeck und bei den O-Märschen in Göddingen und Garlstorf mit. Ein besonderer Höhepunkt war der lang ersehnte Nachtmarsch an dem 30 Jugendwehren beteiligt waren. Die Wendewischer belegten den 5. Platz. Im Sommer besuchte man ein paar Tage das Stadtzeltlager in Grömitz und anschließend hieß es üben, üben, üben für die Flamme 2. Bei der Schlauchstafette hatten sich die Jugendlichen dann selbst überrascht: Im Training waren sie nie mit den vorgegebenen 50 Sekunden ausgekommen und hatten entsprechend Manschetten vor der Prüfung. Aber im entscheidenden Wettkampf hatten sie alles in sagenhaften 38 Sekunden „in Tüten und Papier“!
Zum guten Schluss der Generalversammlung blieben Ehrung und Beförderung dann in einer Familie. Jugendfeuerwehrwartin Barbara Foelske wurde zur Hauptfeuerwehrfrau ernannt und Gruppenführer Holger Foelske wurde die Ehrennadel des Landkreises verliehen. –EP-Redaktion/ez

