23 Dienstjahre als Kämmerer in Dahlenburg
Dahlenburg. Der Haushalt der Samtgemeinde war sein Revier, die Zahlen seine tägliche Arbeit - die Elbmarsch-Post sprach mit Klaus-Dieter Paddags, der noch seinen Resturlaub bis zum 31. August angetreten hat, um am 1. September 2010 in Pension zu gehen.
Am 1. April 1964 trat er seinen Dienst als Verwaltungslehrling im Landkreis Lüneburg an. Nach einer dreijährigen Ausbildung folgte der 18-monatige Wehrdienst bei der Bundeswehr. Anschließend war Klaus-Dieter Paddags wieder im Landkreis im Vorbereitungsdienst als Sachbearbeiter tätig. Es folgten Lehrgänge und die Ausbildung zum allgemeinen gehobenen Verwaltungsdienst, die er 1972 mit dem Dipl. Verwaltungswirt abschloss. Mit den unterschiedlichsten Aufgaben wurde er im Landkreis Lüneburg betraut, so unter anderem auch im Sozialamt. Abschließend war er sieben Jahre im Rechnungsprüfungsamt und hatte die Gemeinden des Landkreises zu prüfen. Nach 23 Jahren traf Klaus-Dieter Paddags in Dahlenburg auf Alfred Söhl, den damaligen Samtgemeindedirektor, und trat 1987 als Kämmerer in die Dienste der Samtgemeinde Dahlenburg ein, wo bis zu seiner Pensionierung tätig war, bzw. man muss eigentlich sagen, noch tätig ist, denn die Pension beginnt erst am 1. September.
Auf die Frage, was sich denn in den vergangenen Jahren in seinem Aufgabenbereich verändert habe, stellte Paddags fest, dass insbesondere der Aufgabenumfang für die Gemeinde deutlich zugenommen habe. Immer mehr Aufgabenbereiche mussten von der Samtgemeinde übernommen werden und damit veränderten sich auch die Ausgaben der Gemeinde und auch die Abgaben an den Landkreis. „Früher“, so Klaus-Dieter Paddags, „hatten wir noch einen ausgeglichenen Haushalt und konnten sogar Rücklagen bilden. Davon kann jedoch heute keine Rede mehr sein.“
Aber was macht jetzt der Privatmann Klaus-Dieter Paddags nach seiner Dienstzeit? Hat man als Pensionär keine Zeit mehr oder etwa Langeweile? Weder noch, denn vieles war im Garten und im Haus liegengeblieben, wo für ihn und seine Gattin, die ebenfalls berufstätig ist, keine Zeit war. „Im Herbst ist erst einmal der Garten dran und im Anschluss das Haus. Ganz davon zu schweigen, dass die Labradorhündin ‚Cara’ auch im Hause ist und ihre Zeit beansprucht.“ Hinzu kommt noch, dass Klaus-Dieter Paddags im März dieses Jahres zum 2. Vorsitzenden in den Vorstand der EUPAD gewählt wurde, in der er sich seit 1988 aktiv beteiligt. Freundschaften in der Partnerstadt Le Molay-Littry, Frankreich, mit denen man regelmäßig in Kontakt ist, werden gepflegt und auch zu den Partnergemeinden Gramsbergen in den Niederlanden und seit 2004 zu Damaslawek in Polen wird Kontakt gehalten. Gemeinsam mit seiner Gattin, die auch im Vorstand als Kassenwartin tätig ist, wurde eine aktive Gemeinsamkeit gefunden. Eine Aufgabe, so Paddags, die lobens- und lebenswert sei. Sich zu engagieren und für die Partnerschaft junge Leute zu begeistern, dass sei ein interessantes Ziel. So stehe am nächsten Wochenende eine Fahrt mit ca. 30 Teilnehmern nach Polen an. Und, wie auch schon berichtet sei ein ‚Spiel ohne Grenzen’ in Vorbereitung.
Die Elbmarsch-Post wünscht dem zukünftigen Ruheständler und seiner Familie alles Gute und für sein weiteres Engagement eine möglichst lange Fitness. –EP-Redaktion/wh-

